Mi, 13. Dezember 2017

Insiderhandel

16.09.2015 09:09

Börsen-Hacker: Ukrainer zahlen 30 Millionen Dollar

Im Verfahren um einen großangelegten Finanzbetrug von Hackern und Insider-Händlern in den USA ist ein erster millionenschwerer Vergleich geschlossen worden. Die beschuldigte Firma Jaspen Capital Partners aus der Ukraine und ihr Chef Andriy Supranonok hätten einer Zahlung von 30 Millionen Dollar (26,5 Millionen Euro) zugestimmt, um den Fall beizulegen, teilte die Börsenaufsicht SEC mit.

Supranonok soll zu einem Ring von Cyberkriminellen gehört haben, dem vorgeworfen wird, sich seit 2010 immer wieder Einblick in noch unveröffentlichte Finanzberichte und Pressemitteilungen auf Websites wie Business Wire, Marketwired und PR Newswire verschafft zu haben. Mit den erbeuteten Informationen sollen Insider-Geschäfte an den Finanzmärkten gemacht worden sein.

Auf diese Weise wurden den Ermittlern zufolge insgesamt über 100 Millionen Dollar ergaunert. "Der heutige Vergleich zeigt, dass sogar diejenigen außerhalb unserer Landesgrenzen [...] letztlich gefangen werden", heißt es in der SEC-Mitteilung. Die Prozesse gegen 32 weitere Beschuldigte in dem Fall dauerten an. Die meisten der Angeklagten stammen aus der Ukraine und Georgien. Die Täter sollen sowohl in den USA als auch von Osteuropa aus agiert haben.

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