Sa, 25. November 2017

„Waterton Canyon“

15.09.2015 11:09

Zu viele Bären-Selfies: Wandergebiet macht dicht

In der Wildnis einem ausgewachsenen Bären den Rücken zuzuwenden, nur um ein Selfie mit Bär im Hintergrund von sich zu knipsen, klingt eigentlich nach einer schlechten Idee. Zahlreiche Touristen im US-Wandergebiet Waterton Canyon unweit von Denver hält das allerdings nicht davon ab, sich in Gefahr zu bringen und die Bären, die sich dort gerade auf den Winterschlaf vorbereiten, zu nerven. Jetzt zieht die Verwaltung die Notbremse und macht das Wandergebiet vorerst dicht.

"Wir haben tatsächlich Leute gesehen, die mit Selfie-Sticks versucht haben, so nah wie möglich an die wilden Bären heranzukommen – manchmal bis auf drei Meter Entfernung", berichtet Brandon Ransom von der Parkverwaltung. Die Situation sei weder der Sicherheit der Besucher, noch dem Wohlergehen der Tierwelt zuträglich, heißt es in einem "CNET"-Bericht. Wie so ein Bären-Selfie in der Praxis aussieht, sehen Sie beispielsweise hier:

Die Reaktion der Parkverwaltung: Bis auf weiteres bleibt der Waterton Canyon für Besucher geschlossen. Einerseits, um diese vor sich selbst zu schützen, andererseits, um den Bären zu ermöglichen, sich in Ruhe auf den Winterschlaf vorzubereiten. Wenn die Bärenaktivität nachlässt, soll Besuchern der Zutritt zum Canyon wieder gestattet werden. Der Waterton Canyon wird vor allem von Schwarzbären bewohnt. Hier einige Aufnahmen der Parkverwaltung:

Es ist nicht das erste Mal, dass Selfie-Stick schwingende Touristen und Wildtiere in den USA aneinander geraten. Bereits vor rund einem Jahr warnte das Wandergebiet Taylor Creek Gäste vor Selfies mit wilden Bären. Dort war sogar eine Gruppe Wanderer von einem Bären angegriffen worden. Die Wanderer blieben unverletzt, die Verwaltung des Wandergebiets nahm den Vorfall aber zum Anlass, explizit vor gefährlichen Selfies zu warnen.

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