So, 19. November 2017

Video aus Taiji

15.09.2015 11:11

Delfin begeht auf Flucht vor Jägern Selbstmord

Die grausame Delfin-Jagd im japanischen Taiji hat ihre ersten Opfer gefordert. Besonders tragisch: In seiner Verzweiflung nahm sich ein weiblicher Rissodelfin selbst das Leben, indem er sich auf der Flucht auf die Klippen warf. Geschockte Tierschützer filmten den Vorfall. Heuer dürfen insgesamt 1873 Tiere gefangen werden, wie jedes Jahr wird die Jagd von Protesten begleitet.

Richard O'Barry, der Gründer von "The Dolphin Project", veröffentlichte zu Beginn dieser Woche das Video von dem Delfin, der in Panik vor den Jägern absichtlich strandete. Das weibliche Tier gehörte zu einer sogenannten Schule, also einer Familiengruppe von Delfinen, die versuchte, unter den ausgelegten Netzen in die Freiheit zu entkommen - vergeblich, denn die Schule wurde regelrecht abgeschlachtet, das Fleisch umgehend verkauft. Die Tierschützer standen während der Jagd an den nahegelegenen Klippen, um die Gräueltaten der japanischen Fischer zu filmen.

Selbstmord bei Delfinen in Taiji nicht selten
Der Rissodelfin warf sich selbst vor lauter Angst an Land, wie im Video zu sehen ist. Das Tier starb trotz aller Rettungsversuche nach kurzer Zeit, vermutlich an den Folgen des Stresses. O'Barry, der seit 13 Jahren bei jeder Jagdsaison vor Ort war, um die Öffentlichkeit über die Vorgänge aufzuklären, hat Selbstmord oder Selbstverletzung bei Delfinen schon oft beobachten müssen. Menschen weltweit machen sich seit Jahren für ein Verbot der Delfinjagd in Japan stark. Erst im Mai hatte der nationale Aquariumverband beschlossen, keine Delfine mehr aus Taiji zu beziehen.

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