Do, 14. Dezember 2017

Vor Winterschlaf

15.09.2015 09:58

Die "Vier Pfoten"-Bären müssen nun dick werden

Alljährlich im September beginnt für die Bären im von der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" geführten Bärenwald Arbesbach das große Fressen. Denn "Tom", "Jerry", "Brumca", "Vinzenz", "Liese" und "Lara" müssen sich auf den Winterschlaf vorbereiten – und dürfen nach Herzenslust schlemmen. Beneidenswert!

Um den Bären natürliches Verhalten, ähnlich ihrer Artgenossen in freier Wildbahn, zu ermöglichen, lassen sich die Tierpfleger im Bärenwald Arbesbach ständig neue, ausgeklügelte Futterversteckspiele einfallen. "Mit diesen futterbezogenen Spielobjekten werden unsere Schützlinge nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert", erklärt Tierpflegerin Gerlinde Mairhofer.

Bären "erspielen" sich ihre Leckerbissen geduldig
Das kann man auch auf den "Vier Pfoten"-Fotos gut erkennen: Wenn "Brumca" einen blauen Ball im ausgehöhlten Baumstamm nach oben schiebt, löst sie eine Sperre für das kleinteilige Futter, das darin versteckt ist. "Liese" wiederum holt sich geduldig Leckerbissen wie zum Beispiel Rosinen und Nüsse aus einem großen Sack aus Feuerwehrschläuchen heraus, die ihre Tierpfleger ebenso zeitaufwändig zuvor hineinplatziert haben.

Therapeutische Erfolgserlebnisse
"Vinzenz" hat zwar schon sein Stück Brot in der Tatze, schielt aber trotzdem noch nach dem Paradeiser, der über ihm baumelt. Und auch "Tom" und "Jerry" sind generell zu jeder Tageszeit mit der Futtersuche beschäftigt. All dieses so genannte Enrichment ist für die Bären nicht nur anregend. Für die geschundenen Seelen dieser Tiere, die lange Jahre nichts anderes kannten als Gitterstäbe und Betonboden, wirkt jedes kleine Erfolgserlebnis mit ihren Beschäftigungsobjekten nahezu therapeutisch.

Nussspender werden belohnt
Nüsse eignen sich übrigens für diese Beschäftigungsobjekte besonders gut und sorgen aufgrund ihres hohen Fettgehaltes auch für den optimalen Winterspeck an den Bären. Leider wachsen diese aber in der Höhenlage des Bärenwald Arbesbach auf knapp 900 Meter nicht mehr. Daher bekommen alle Nussspender vor Ort einen bärenstarken Tischkalender als kleines Dankeschön.

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