Mo, 18. Dezember 2017

Starke Ansage

15.09.2015 02:50

VW-Konzern brennt vor IAA Neuheiten-Feuerwerk ab

Es hat immer etwas richtungweisendes, wenn Volkswagen-Konzernchef Martin Winterkorn am Vorabend der IAA zum Stelldichein mit den wichtigsten Neuheiten bittet - und vor allem auch etwas von Muskeln spielen lassen. Dieses Mal spannen sich die Wolfsburger vom Elektroantriebsbekenntnis (20 neue Plug-in Hybride und E-Autos) über einen freundlichen Willkommensgruß an Google & Co. bis hin zum Konzept für den Bugatti-Veyron-Nachfolger. Hier sind die wichtigsten Fahrzeuge des Abends.

Die immer wieder neuen Sondermodelle des Bugatti Veyron waren schon beinahe ein running gag auf den Automessen. Jetzt, da alle 450 Stück verkauft sind, wird auf Hochtouren am Nachfolger gearbeitet. Auf der IAA zeigt Bugatti ein Concept Car, das primär auf der Playstation laufen und damit die Massen für sich einnehmen soll, andererseits zeigt es aber, wohin die Reise beim nächsten Supersportler geht. Die mögliche Performance wurde bisher nicht erfahren, sondern nur errechnet. Demnach könnte der Vision Gran Turismo auf der virtuellen Strecke von Le Mans an vier Stellen 400 km/h fahren.

Ganz neu, aber auch ganz echt ist die offene Version des Lamborghini Huracan, der Huracan LP 610-4 Spyder. Wie im Coupé leistet der 5,2-Liter-V10 610 PS und treibt über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe alle vier Räder an. Hier lässt sich jedoch das Stoffdach öffnen, was auch während der Fahrt bis Tempo 50 nur 17 Sekunden dauert. 3,4 Sekunden dauert der Standardsprint, maximal sind 324 km/h drin.

Audi hat so etwas wie die Studie des künftigen SUV-Coupés Audi Q6 gezeigt, will den e-tron quattro concept jedoch als Ankündigung eines rein elektrisch angetriebenen Sport-SUVs in der Oberklasse verstanden wissen, das 2018 auf den Markt kommen soll. Der Ingolstädter hat einen E-Motor an der Vorderachse, deren zwei an der Hinterachse. Insgesamt leisten sie 435 PS, kurzzeitig sogar über 500 PS und 800 Nm. In 4,6 Sekunden ist Tempo 100 erreichbar. Die Energiekapazität der Batterie von 95 kWh soll mehr als 500 Kilometer Reichweite ermöglichen. Mehrere bewegliche Karosserieteile verbessern die Aerodynamik, etwa der Diffusor am Heck, der ab Tempo 80 ausfährt.

Ebenfalls rein elektrisch, aber auf ganz anderem Niveau, fährt der Porsche Mission E. Das Concept Car wird von zwei E-Motoren mit insgesamt 600 PS angetrieben und soll bei sportlicher Fahrweise 500 Kilometer Reichweite ermöglichen. Dank seines 800-Volt-Systems soll der Porsche innerhalb von 15 Minuten wieder zu 80 Prozent geladen sein. Ein Fahrzeug dieser Art soll in Serie gehen.

Sehr bald verfügbar ist hingegen der neue VW Tiguan, der nun auch auf dem Modularen Querbaukasten basiert und daher mehr Platz bietet als früher. Neben der sportliche R-Line und der Standardkarosserie gibt es auch wieder eine offroadorientierte Variante mit größerem Böschungswinkel. In absehbarer Zeit soll auch ein Tiguan GTE kommen, ein Plug-in-Hybrid mit 218 PS Systemleistung.

Zwar auch ein SUV, aber ein ganz anderes Kaliber, ist der Bentley Bentayga. Dieses dicke Schiff ist das stärkste, schnellste und luxuriöseste SUV aller bisheriger Zeiten. Es soll Sportlichkeit und Luxus in nie dagewesener Manier vereinen. Dazu tragen der 608 PS starke W12-Motor sowie vor allem die auf einem 48-Volt-System basierende Wankstabilisierung bei.

Seat bringt im Frühjahr sein erstes SUV heraus, auf der IAA zeigen die Spanier eine spaßige Studie, die Eigenschaften des Seat Leon Alltrack mit denen des zweitürigen Leon Cupra vereinigt. Leon Cross Sport heißt das Showcar, von dem noch niemand sagen kann oder will, ob es in Serie gehen wird.

Skoda hat dieses Jahr schon richtig was abgefeuert, das Flaggschiff Superb nämlich. Daher haben die Tschechen nichts richtig Neues für die Group Night, feiern aber den Superb Combi in sehr cooler S-Line-Ausstattung.

Auch wenn in Frankfurt eigentlich eine Automesse stattfindet, zeigt auch Ducati eine Neuheit: die Ducati Monster 1200 R. Ihr Testastretta-V2 leistet 160 PS und schließt damit zur Konkurrenz von BMW und KTM auf.

Und dennoch: "Immer höher, schneller, weiter reicht nicht. Technologische Führerschaft definiert sich nicht mehr nur über PS und Drehmoment", sagte VW-Chef Martin Winterkorn

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