Do, 14. Dezember 2017

Neuer Technik-Trend

06.12.2015 09:00

Moderner Wohnen: Chancen und Tücken im Smart Home

Smartphone in der Tasche, Daten in der Cloud, Soziales im Netz: Technik durchdringt unser Leben. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen auch beim Wohnen nicht auf technologische Hilfe verzichten wollen. "Smart Home" heißt das Zauberwort, bei dem Häuser intelligent Energie sparen und alltägliche Aufgaben automatisieren. Das Thema beschäftigt nicht nur Häuslbauer, sondern auch Sanierer und Nachrüster. krone.at hat sich zwei aktuelle Smart-Home-Systeme genauer angeschaut.

Wer heute intelligent wohnen will, hat zwei Optionen. Entweder er baut neu, und dann von Grund auf mit der Smart-Home-Idee im Hinterkopf und Komplettsystemen, die alles – von der Steckdose bis zur Jalousie - steuern können. Oder er rüstet nach und holt einzelne Räume oder Teile der Haustechnik wie Beleuchtung oder Heizung nach und nach in die Wohnzukunft.

Ein Milliardengeschäft wartet
Für die Elektronikindustrie sind besonders diese Nachrüster interessant. Es gilt, Milliarden "dummer" Steckdosen auf der ganzen Welt ins Internet der Dinge zu holen, Geräte per Smartphone fernsteuerbar zu machen und Wohnungen beim Energiesparen zu helfen. Große Konzerne wie Panasonic oder Samsung bieten ebenso entsprechende Lösungen an wie Hersteller von Netzwerk-Hardware und spezialisierte Anbieter.

krone.at hat sich den aktuellen Stand der Entwicklung am Beispiel zweier aktueller Lösungen angesehen. Ausführliche Erfahrungsberichte finden Sie hier:

Nachrüsten kann tückisch sein
Der Selbstversuch mit den beiden Lösungen offenbarte die Möglichkeiten, aber auch die Tücken und Hindernisse aktueller Smart-Home-Technik. Zwistigkeiten hinsichtlich der Funkstandards können die Freude am smarten Wohnen ebenso schmälern wie die stolzen Summen, die das Umrüsten ganzer Räume verschlingt.

Bei Preisen von 45 bis 70 Euro für eine intelligente Steckdose dürfte es sich manch ein Umrüster zweimal überlegen, wie viele Geräte seines Haushalts er ins Smart Home holt und wo er überall Sensoren anbringt. Manches möchte man umsetzen, kann aber nicht – etwa, weil die Heizmethode der eigenen vier Wände nicht mit intelligenten Heizkörperarmaturen kompatibel ist.

Möglichkeiten sind vielfältig
Trotz dieser Limitierungen: Vieles können Smart-Home-Bastler heute selbst nachrüsten. Ein kaltes Badezimmer am Morgen über die intelligente Steckdose per Radiator vorzuheizen und dabei den Stromverbrauch zu tracken, oder einen Zentralschalter am Smartphone einzurichten, der abends alle Standby-Geräte vom Netz trennt, ist erstaunlich schnell umgesetzt. Ob nun aus Bequemlichkeit oder Stromspargründen: Die Möglichkeiten, die vernetzte Haustechnik bietet, sind sehr vielfältig.

Entsprechende Projekte wollen dennoch gut überlegt sein. Nicht nur wegen der Kosten, sondern auch in puncto Kompatibilität. Wer heute bei einem Anbieter zuschlägt, bindet sich womöglich an dessen Funkstandards, kann künftig keine Geräte anderer Hersteller in sein Smart Home eingliedern. Es gibt im Formatwildwuchs zwar Standards wie Z-Wave und Zigbee, noch ist aber nicht fix, was sich durchsetzt.

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