So, 19. November 2017

„Krone“-Ombudsfrau

14.09.2015 13:09

Schwierige Kündigung von Fitness-Vertrag

Weil sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr trainieren konnte, wollte eine Leserin aus Wien den Vertrag mit einem Fitnessstudio kündigen. Doch das ist bekanntlich nicht immer möglich. Die Ombudsfrau konnte aber ein wenig helfen.

Fit und vital wollte sich Bianca S. aus Wien halten und schloss deshalb im Juni 2014 einen Vertrag bei einer Fitnessstudio-Kette ab. Nach einer Operation am Fuß im Februar 2015 konnte die Leserin dann die Leistungen des Fitnessstudios mehrere Wochen nicht nutzen. "Im Juni wollte ich meinen Vertrag in der Annahme, dass ich diesen erst im August 2014 geschlossen habe, kündigen", schilderte die Leserin. Das Fitnessstudio teilte Frau S. aber mit, dass ihre Mitgliedschaft noch bis Ende November besteht. "Im Juli stand dann fest, dass ich nochmals operiert werden muss und ich dann mindestens bis Ende September nicht trainieren kann. Zusätzlich befinde ich mich derzeit, auch wegen meiner Erkrankung, in einer finanziell schwierigen Situation", so die Wienerin weiter. Sie übermittelte dem Fitnessstudio ärztliche Bestätigungen und Befunde und bat um eine frühere Kündigung. Statt einer Kündigungsbestätigung erhielt sie lediglich eine weitere Zahlungsaufforderung. Frau S. schickte dann einen eingeschriebenen Brief, auf den ihr geantwortet wurde, dass man nur eine Kündigung mit Ende September anbieten könne. "Ich kann den gesamten offenen Betrag derzeit leider nicht aufbringen und verstehe nicht, warum man mich trotz der Befunde nicht aus dem Vertrag lässt", wandte sich die Leserin schließlich an die Ombudsfrau.

fitinn teilte der Redaktion auf Anfrage mit, dass die ärztlichen Atteste der Leserin im Juli eingelangt seien und man aus diesem Grund bereits eine vorzeitige Kündigung des Vertrages als Entgegenkommen gewährt habe. Hätte sich Frau S. mit ihrem Anliegen bereits nach der ersten Operation gemeldet, hätte man früher nach einer Lösung suchen können. Der Fitnessstudio-Betreiber hat sich nun aber kulant gezeigt und gewährt für die derzeit offene Forderung eine verlängerte Zahlungsfrist und pausiert die Mitgliedschaft der Leserin rückwirkend mit 1. August. Die beiden verbliebenen Monate kann die Wienerin dann zu einem späteren Zeitpunkt konsumieren und bezahlen. Die angefallenen Mahngebühren werden erlassen. Immerhin ein kleines Trostpflaster.

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