Fr, 24. November 2017

„Brutale Gewalt“

13.09.2015 13:17

Nach Raubmord in Bayern: Täter in Wien geschnappt

Eine in Wien festgenommene siebenköpfige Bande mutmaßlicher Einbrecher soll in einen Raubmord in Bayern verwickelt sein. "Ein Mitglied der Gruppe hat bei Vernehmungen in der U-Haft ein Teilgeständnis abgelegt", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord am Sonntag.

Am 5. September gegen Mitternacht war in Meiling bei Seefeld (Landkreis Starnberg) ein Pensionistenpaar Opfer eines Raubüberfalles geworden. "Mit brutaler Gewalt schlugen die Täter auf einen 72-jährigen Rentner und dessen 67-jährige Ehefrau ein und sperrten beide in eine kleine Kammer. Sie durchsuchten das Haus und raubten Bargeld und Schmuck. Die hilflos zurückgelassenen Opfer wurden am Montagmorgen aufgefunden", berichtete die bayerische Polizei. Der 72-Jährige starb, seine Frau überlebte schwer verletzt.

Am Montagabend nahmen Beamte der Landespolizeidirektion Niederösterreich in einem Lokal in Wien im Zusammenhang mit Einbrüchen und einem Raubüberfall auf ein Einfamilienhaus mit ähnlicher Vorgehensweise eine siebenköpfige Gruppe von Männern rumänischer Herkunft fest. "Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen agierte die Tätergruppe international in Österreich, der Schweiz und in Bayern", sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern.

"Weitere umfangreiche Ermittlungen"
Bei den ersten Vernehmungen habe einer der Beschuldigten, ein 43-jähriger Rumäne, eine Beteiligung am Raubüberfall in Meiling eingeräumt. Seine Angaben würden derzeit überprüft. Die Staatsanwaltschaft München hat seither für alle sieben Inhaftierten Haftbefehle erwirkt und betreibt deren Auslieferung nach Deutschland. Ein entsprechendes Rechtshilfeersuchen sei in Bearbeitung. Die Polizei in Österreich habe ebenfalls "weitere umfangreiche Ermittlungen" laufen.

Von zumindest einem der Täter, die das Pensionistenehepaar überfallen haben, liegt laut deutscher Polizei eine gute Beschreibung vor: Wenige Stunden vor der Tat war ein Mann am Tatort erschienen und fragte mit einem mitgebrachten Kanister um Wasser. Die 67-Jährige konnte bei ihrer Vernehmung eine detaillierte Personenbeschreibung abgeben.

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