Mo, 20. November 2017

Krebs-Schwerpunkt

11.09.2015 21:55

Neue Polit-Hilfe für die Brüder

Krebspatienten werden in Salzburg bei den Barmherzigen Brüdern bestens betreut. Auch ein Gutachten bestätigt, dass das Spital alle Anforderungen erfüllt, um als "Schwerpunkt" für Onkologie anerkannt zu werden. Trotzdem blockt das Land bisher ab. Jetzt gibt es für die Brüder auch politisched Unterstützung von den Neos.

Das Institut "Gesundheit Österreich" hat es in seiner Studie eindeutig festgestellt: Das Spital der Barmherzigen Brüder erfüllt alle Voraussetzungen für den Krebs-Schwerpunkt. Höhere Kosten sind damit nicht verbunden. Aber trotzdem blockt das Land bisher ab. Die Brüder werden mit einem "Kooperationsvertrag" mit den Landeskliniken abgespeist, obwohl schon 2013 der damalige SP-Landesrat Walter Steidl den "Schwerpunkt" verleihen wollte - im Amt wurde das aber nie umgesetzt. Dabei setzten sich gut 5000 Unterzeichner per Petition für die Krebstherapie ein - darunter auch Prominente wie Landes-Vize Astrid Rössler oder der legendäre Helmuth Lohner.

"Patienten sollen wählen dürfen"
Politisch unterstützen bis jetzt nur SPÖ und die FPS um Arzt Karl Schnell diese Aufwertung der Barmherzigen. Jetzt stellt sich auch Neos-Mandatar und Mediziner Sebastian Huber auf die Seite der Brüder. "Die Barmherzigen erfüllen alle Voraussetzungen", weiß der Arzt. "Ein onkologischer Schwerpunkt dort wäre das Beste und Nachhaltigste für die Patienten. Sie sollen wählen dürfen, wo sie sich behandeln lassen - ein Monopol der Krebsbehandlung in den Landeskliniken ist nicht gut."

Huber weiter: "Weil das auch keine Mehrkosten verursacht, sollte Landes-Vize Stöckl dem Barmherzigen-Spital den Schwerpunkt zuerkennen. Das wäre sicher das Beste für die Gesundheit der Salzburger", findet der Arzt. "Das wäre ein bestens vernetztes, auf die Bedürfnisse der Patienten zugeschnittenes und kostenneutrales Krebs-Management."

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