Fr, 17. November 2017

Sony HX90V und WX500

31.10.2015 09:00

Kompakte Reisebegleiter mit Mega-Zoom im Test

Smartphones mögen immer bessere Fotos machen, doch in einem Punkt haben sie gegenüber klassischen Kompaktkameras nach wie vor das Nachsehen: dem optischen Zoom. Dabei müssen ein großer Zoom und ein kompaktes Gehäuse längst kein Widerspruch sein, wie Sony mit seinen beiden Modellen DSC-WX500 und DSC-HX90V beweist.

Als "perfekte Urlaubsbegleiter" preist Sony seine beiden Kameras DSC-WX500 und DSC-HX90V an, und das vor allem aus einem Grund: dem 30-fach optischen Zoom, der eine Brennweite entsprechend Kleinbild von 25 bis 750 Millimetern abdeckt und damit selbst so manch größere und teurere Bridge-Kamera alt aussehen lässt.

Dabei sind beide Kameras durch und durch kompakt: Mit einem Gewicht von um die 240 Gramm und nahezu identen Abmessungen von 101,6 bzw. 102 x 58,1 x 35,5 mm passen beide Modelle problemlos in jede Tasche und eignen sich somit perfekt als Immer-dabei-Kamera, ob bei der nächsten Foto-Safari in Afrika oder Opa Hansis Geburtstag.

Wenige, aber entscheidende Unterschiede
In technischer Hinsicht trennt die beiden Geräte nur wenig voneinander, allerdings sind die wenigen Unterschiede durchaus (kauf-)entscheidend. Abgesehen vom praktischen Griff, der für einen besseren Halt der Kamera in der Hand sorgt, verfügt die HX90V im Gegensatz zur etwas "stylischer" wirkenden WX500 neben integriertem GPS auch über einen ausfahrbaren OLED-Sucher.

Der ist zwar nicht sonderlich groß, erweist sich aber vor allem bei starker Sonneneinstrahlung, wenn das bei beiden Kameras um 180 Grad noch oben klappbare Selfie-Display mit drei Zoll Diagonale kaum noch ablesbar ist, als praktischer Retter in der Not.

Geringfügige Unterschiede gibt es auch bei der Bedienung und den Benutzeroberflächen der beiden Kameras. Jene der HX90V fällt etwas komplexer aus und scheint sich damit eher an den fortgeschrittenen Fotografen zu richten, was sich auch durch den gegenüber der WX500 zusätzlichen Einstellring am Objektiv erklären lässt, der das manuelle Fokussieren der HX90V erlaubt.

Wer die Kamera allerdings vornehmlich im manuellen Modus nutzen möchte, wird die eine oder andere zusätzliche Taste oder ein Rändelrad vermissen. Für den lediglich halb- oder vollautomatisch Knipsenden halten beide Kameras indes die typischen Bedien- und Kreativmodi bereit, insgesamt 13 an der Zahl für Foto- und sieben für Videoaufnahmen.

WLAN, NFC und andere Übereinstimmungen
Davon einmal abgesehen, herrscht bei beiden Kameras weitgehend Einigkeit: Beide verfügen über einen rückwärtig belichteten Exmor-R-CMOS-Sensor mit 18,2 Megapixeln und einer Lichtempfindlichkeit von ISO 80 bis 3200 (erweiterbar auf 12.800), filmen Video in Full-HD mit wahlweise 50 oder 60 Frames pro Sekunde, haben sowohl WLAN als auch NFC sowie einen Blitz integriert und schießen rund zehn Bilder pro Sekunde.

Auch die mit F/3.5 nicht allzu große Offenblende (F/6.4 im Tele), das ab ISO 800 auffällige Rauschverhalten und die Akkulaufzeit sind nahezu ident: Sony gibt für die WX500 400 Aufnahmen als Maximum mit einer Akkuladung an, bei der HX90V sind es 390 bzw. 360 mit eingeschaltetem Sucher. Ein durchaus akzeptabler Wert und im Normalfall zumindest ausreichend, um über den Tag zu kommen. Für rund 33 Euro gibt es alternativ einen Zweitakku.

Nicht ganz überzeugen konnte der "Fast Intelligent Autofokus", erwies sich dieser doch insbesondere im Tele-Bereich als weniger schnell und treffsicher, was über die volle Brennweiten-Distanz von 750 Millimetern - zugegebenermaßen - allerdings auch nicht völlig überrascht. Gute Arbeit verrichtet dagegen bei beiden Kameras der 5-Achsen-Bildstabilisator, der unerwünschte Verwackler gekonnt ausbalanciert.

Fazit: Mit ihrem großen Zoom eignen sich die beiden Sony-Kameras WX500 und HX90V perfekt für den nächsten Urlaub. Müssten wir uns für eines der beiden Modelle entscheiden, so fiele die Wahl jedoch eindeutig zugunsten der HX90V aus: Griff, OLED-Sucher, GPS und Objektivring rechtfertigen den im Vergleich zur WX500 (399 Euro) rund 70 Euro teureren Kaufpreis. Als HX90 gibt es die Sony-Kompakte übrigens auch ohne GPS um bereits 449 statt 469 Euro.

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