Sa, 16. Dezember 2017

Neue Perspektiven

29.09.2015 09:36

Berufliche Neuorientierung: Tipps für den Wechsel

Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Job kann sich aus verschiedenen Gründen entwickeln: fehlende Herausforderung, schlechte Stimmung im Team, der Wunsch, in seinem Leben etwas zu verändern. Und dazu bedarf es oft einer beruflichen Neuorientierung. Doch wie geht man das am besten an?

Es ist normal, dass immer wieder Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation im Job auftritt. Meist sind das jedoch Phasen, die je nach Stress- und Auslastungslevel kommen und wieder gehen. Häufen sich diese Phasen allerdings und beginnt sich eine allgemeine Unzufriedenheit mit der beruflichen Tätigkeit aufzubauen, wird es Zeit, aktiv zu werden. Denn die Arbeit ist ein wichtiger Teil des täglichen Lebens: Ist man auf Dauer frustriert, kann das nicht nur psychische, sondern bald auch physische Folgen haben.

Wie plant man seine Neuorientierung?
Wenn der Entschluss da ist, sich zu verändern, sollte man sich sicher werden, in welche Richtung man gehen möchte. Sind Sie grundsätzlich mit Ihrem Berufsbild noch glücklich? Dann wird ein Unternehmenswechsel reichen. In diesem Fall sollten Sie sich fragen, in welcher Art von Unternehmen Sie glücklich werden können: Ist es eher der kleine Familienbetrieb, in dem Sie große Gestaltungsmöglichkeiten haben? Oder der Großkonzern, in dem Sie verschiedene Perspektiven haben und die Karriereleiter Stück für Stück hochklettern können?

Brauchen Sie etwas mehr Veränderung, wollen aber Ihre Erfahrungen weitestgehend einbringen, kann auch ein Branchenwechsel den gewünschten, frischen Wind bringen. In diesem Fall kann es erforderlich sein, Zusatzqualifikationen zu erwerben, damit Sie nachweisen können, dass Sie den Quereinstieg auch tatsächlich schaffen. Auch kann es erforderlich sein, finanzielle Einbußen zu akzeptieren, da Sie noch nicht das Idealmaß an Erfahrung aufzuweisen haben.

Brauchen Sie einen Radikalschnitt, weil Sie in Ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit nicht mehr zufrieden sind, sollten Sie sich wirklich gründlich mit Ihren Möglichkeiten beschäftigen, bevor Sie kündigen. Denn in diesem Fall wird eine Ausbildung am zweiten Bildungsweg nahezu unumgänglich sein. Es kann zielführend sein, diese als Abendkurs neben dem aktuellen Job zu machen, damit Sie Ihre finanziellen Möglichkeiten nicht zu sehr verschlechtern. Auch haben Sie so weniger Druck, Ihr neues Vorhaben schnell und erfolgreich in die Wege zu leiten. Nach Abschluss der Ausbildung sollten Sie in Ruhe einen neuen Job suchen bzw. am Aufbau Ihrer selbstständigen Tätigkeit arbeiten. Es versteht sich von selbst, dass Sie von Ihren Plänen an Ihrem aktuellen Arbeitsplatz möglichst niemandem erzählen sollten. Denn Derartiges spricht sich schnell herum und Sie werden schneller gekündigt, als Ihnen vielleicht lieb ist.

Wichtig ist, dass Sie bei Ihrer Neuorientierung am Ball bleiben. Sie sollten sich nicht durch die ersten Schwierigkeiten und Hindernisse entmutigen lassen. Sind Sie sich nicht sicher, was zu Ihnen passt, kann ein Karrierecoaching das Richtige für Sie sein. Sie werden dabei durch Fragen dahin geführt, zu erkennen, was Ihnen Spaß macht und liegt. Auch erarbeitet man Ihre Ängste und Sorgen sowie die Risiken, die bestehen. Sie erhalten dabei unter Anleitung ein recht vollständiges Bild Ihrer Situation und Ihrer Möglichkeiten – eine sehr wertvolle Erkenntnis in einer Zeit der Unsicherheit.

Gründlich recherchieren
Nehmen Sie sich wirklich Zeit für die Recherche Ihrer Möglichkeiten und betrachten Sie ehrlich die Pros und Kontras. Nutzen Sie auch Ihr Netzwerk: Wer kann Ihnen dabei helfen, an die notwendigen Informationen zu kommen? Wer hat wichtige Erfahrungswerte, die Ihnen weiterhelfen? Denken Sie auch an die finanzielle Komponente Ihres Vorhabens: Werden Sie eine Zeit lang weniger verdienen? Was bedeutet das für Ihre Reserven? Brauchen Sie Geld für Ausbildungen? Woher können Sie Förderungen bekommen? Welche laufenden Kosten haben Sie? Welches neue Einkommen ist realistisch?

Lassen Sie sich aber von anderen Menschen nicht verunsichern. Hören Sie sich die Erfahrungen an, aber treffen Sie Ihre eigenen Entscheidungen. Manche Geschichten verlieren durchs Hörensagen an Glaubwürdigkeit, da vieles dazuerfunden oder weggelassen wird. Für Ihre eigene Situation können nur Sie selbst entscheiden. Wichtig ist jedoch, Ihren engsten Familienkreis auf Ihrer Seite zu haben, insbesondere Ihren Partner. Denn sonst sind Streit und Stress an der Tagesordnung, und das erschwert Ihr Vorankommen ungemein.

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