Mi, 17. Jänner 2018

5 Bosnier verhaftet

10.09.2015 16:41

Erpresserbande nach Geldübergabe in Wien gefasst

Das Zeug zum Hollywood-Mafia-Thriller hätte ein aktueller Kriminalfall in Bosnien. Mittendrin im "Drehbuch": der ausländische Vertreter einer rot-weiß-roten Baufirma und Österreichs Bundeshauptstadt. Der Geschäftsmann wurde von einer jüngst gesprengten Bande erpresst - 100.000 Euro, oder dessen Tochter würde sterben. Das geforderte Geld wurde in Wien behoben.

"Ja, ich bin ein Verbrecher, ich habe Mirza D. erpresst", so der Hauptangeklagte Mirza H. bei der letzten Haftprüfung in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo. Gemeinsam mit seiner Ehefrau und vier weiteren Komplizen soll der amtsbekannte Berufskriminelle (27) den Auslandsvertreter einer österreichischen Baufirma in Sarajevo erpresst haben.

Bei einem eingefädelten Treffen habe er das Opfer Mirza D. mit einer Pistole bedroht und 100.000 Euro gefordert. Zahle er nicht, werde seine Tochter sterben. In Angst um das Leben seines Kindes willigte der Geschäftsmann ein - und reiste noch am selben Abend mit Mirza H. und einem weiteren Verdächtigen nach Wien. Hier hatte das Opfer auf einem Konto genügend Geld gebunkert, um seinen Erpresser zufriedenzustellen.

Nach Bosnien zurückgekehrt, schlug der Geschäftsmann dann aber Alarm. Und für Mirza H. und dessen vier Komplizen klickten nur wenig später durch die Spezialeinheit die Handschellen. Der Prozess steht bevor.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden