Sa, 16. Dezember 2017

"Cabernak"-Gang

10.09.2015 11:05

Die Milliarden-Hacker sind wieder auf Beutezug

Ende letzten Jahres erbeutete die Cyber-Bankräubergruppe "Cabernak" bei einem groß angelegten Angriff auf Banken und Unternehmen rund eine Milliarde US-Dollar, danach wurde es ruhig um die Milliarden-Hacker. Analysen des slowakischen IT-Sicherheitsunternehmens ESET zeigen nun, dass die Truppe offenbar wieder aktiv ist – und auch Europa ins Visier nimmt.

Die Cyberkriminellen, die vor einigen Monaten rund eine Milliarde Dollar erbeutet haben sollen, nutzen bei ihren neuen Attacken die Taktik des "Spear Phishing", berichtet ESET. Dabei schicken die Angreifer täuschend echt wirkende und persönlich adressierte E-Mails an Mitarbeiter von Banken und Unternehmen und verleiten sie dazu, Malware auf ihren Rechnern zu installieren. Sind die Rechner infiziert, haben die Angreifer Zugang zu sensiblen Daten wie Kreditkarten-Infos, die sie zu schnellem Geld machen.

Das erste Anzeichen für einen neuen Coup der "Cabernak"-Hacker entdeckte ESET Ende August. Ein großer Cyberangriff auf eine Casino in den USA wurde verzeichnet, bei dem Viren auftauchten, die schon in der Vergangenheit von den berüchtigten Cyber-Bankräubern eingesetzt wurde. Schnell wurde klar, dass auch andere Unternehmen Opfer der Angreifer wurden – etwa Hotels in den US-Bundesstaaten Nevada, Kalifornien und New York.

"Cabernak"-Angriffe auch in Deutschland
Außerhalb der USA ist die "Cabernak"-Gruppe ebenfalls aktiv. ESET registrierte bereits Angriffe auf deutsche Unternehmen und Firmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Auch in Russland und der Ukraine wurden Attacken gemeldet, die Parallelen zu den Casino-Coups in den USA aufweisen. Dabei nimmt die Aktivität der Angreifer seit einiger Zeit offenbar stark zu, warnt ESET.

Bei ihren Coups gehen die "Cabernak"-Hacker zielgerichtet vor. Sie versuchen, die "richtigen" Systeme zu infizieren und pro Attacke möglichst großen Schaden anzurichten. Dadurch ist die Zahl der Betroffenen gering, der finanzielle Schaden aber enorm. Einzige Möglichkeit, sich im Firmenumfeld vor den Angreifern zu schützen, ist verstärktes Misstrauen, selbst bei auf den ersten Blick seriösen E-Mails - und der Einsatz eines Virenschutzes.

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