Do, 14. Dezember 2017

Gefährliche Domains

19.09.2015 08:29

Diese Websites sollten Sie um jeden Preis meiden

Ob Malware, Botnet, Phishing oder Spam: Das Internet steckt voller Gefahren. Doch nicht überall ist es gleich gefährlich, wie eine Studie des Sicherheitsanbieters BlueCoat über die unseriösesten Domains im Internet zeigt. krone.at verrät Ihnen, welche Internetadressen Sie besser meiden sollten.

In den Anfangstagen des Internets war die Welt noch in Ordnung: Lediglich sechs Top-Level-Domains (".com", ".edu", ".gov", ".mil", ".net", ".org") und rund 100 länderspezifische Internetadressen (beispielsweise ".de", ".at", ".fr", ".jp") standen laut BlueCoat zur Auswahl. Jede Domain sei dabei unter der Verwaltung und Kontrolle einer Organisation gestanden, die letztlich auch darauf achtete, wer sich im jeweiligen Adressraum "niederließ".

Mit der Einführung der sogenannten generischen Top-Level-Domains wie .info, .travel oder .museum ab Ende der 90er-Jahre sei diese Kontrolle jedoch teilweise verloren gegangen, führt der Sicherheitsanbieter in seiner Studie namens "The Web's Shadiest Neighborhoods" aus - und die "Bad Guys" wüssten inzwischen ganz genau, wo sie auf Nutzerfang gehen könnten, so BlueCoat.

Basierend auf den Daten von 75 Millionen Nutzern, analysierte BlueCoat, wo im Internet sich am meisten schwarze Schafe tummeln, also von welchen Domains aus beispielsweise besonders viel Schadsoftware oder Spam verbreitet wird oder etwa Phishing-Angriffe erfolgen.

Am gefährlichsten sind demnach Internetadressen mit den Kürzeln ".zip" sowie ".review": Sämtliche der in diesem Adressraum untersuchten Websites erwiesen sich als unseriös und somit gefährlich. Bei den Domains ".country", ".kim", ".cricket", ".science", ".work", ".party", ".qg" (Äquatorialguinea) und ".link" sah es nur unwesentlich besser aus. Der Anteil der gefährlichen Websites bewegte sich bei den Domains zwischen 96,98 und 99,97 Prozent (siehe Grafik).

Dass es auch anders geht, beweisen die Domains ".jp" (Japan), ".london", ".kw" (Kuwait), ".tel", ".gi" (Gibraltar), ".gov", ".church", ".ck" (Cook Inseln) ".jobs" und ".mil": Hier betrug der Anteil "zwielichtiger" Websites lediglich 0,24 bis 1,95 Prozent.

Wer auf Nummer sicher gehen will, empfiehlt BlueCoat, sollte die als gefährlich eingestuften Domains daher meiden und nicht auf beispielsweise Links mit entsprechender Internetendung in Such-Trefferlisten, E-Mails oder in sozialen Netzwerken klicken. Firmen empfiehlt das Sicherheitsunternehmen, den Datenverkehr von und zu diesen Domains zu blockieren.

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