So, 17. Dezember 2017

Zeitraffer-Video

10.09.2015 08:01

ISS-Kameras filmen farbenprächtige Polarlichter

Faszinierende Bilder von farbenprächtigen Polarlichtern haben HD-Kameras der Internationalen Raumstation ISS aufgenommen und zur Erde gefunkt. Die Filmaufnahmen, die Ende August entstanden, zeigen prächtige violett, rot und grün leuchtende Auroras.

Ein Zeitraffer-Video der Aufnahmen wurde vor Kurzem von AstronautiCast im offiziellen YouTube-Channel der Italian Space and Astronautic Association veröffentlicht (siehe oben). Die farbenprächtigen Leuchterscheinungen über der Erde wurden am 27. und 28. August aufgenommen und waren das Ergebnis kleinerer Sonnenstürme.

Auch zwei Raumtransporter im Bild
Bis zu Sekunde 47 des Videos ist im Vordergrund links auch der japanische Raumfrachter "Kounotori" (auch "HTV-5" genannt) zu sehen, der am 19. August an Bord einer Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Tanegashima abgehoben war und fünf Tage später am Außenposten der Menschheit im All ankoppelte.

Um Spekulationen vorzubeugen: Bei jenen zwei Gebilden am oberen Bildrand, die zu Beginn kurz sichtbar sind und an Raumfahrzeuge aus Science-Fiction-Filmen erinnern, handelt es sich bloß um zwei der riesigen Sonnensegel der Raumstation. Ab Minute 2:43 kommt zudem der an der ISS angekoppelte russische Raumtransporter "Progress" ins Bild.

Faszinierende Bilder von den gewaltigen Polarlichtern hatte kürzlich auch der US-Astronaut Scott Joseph Kelly von der Internationalen Raumstation ISS zur Erde gefunkt. "Das Violett der Aurora lässt den Nachthimmel geheimnisvoll glühen...", postete der 51-Jährige am 28. August via Kurznachrichtendienst Twitter.

Geladene Teilchen bringen Moleküle zum Leuchten
Die in der Wissenschaft als Aurora borealis bezeichnete Leuchterscheinung wird beim Auftreffen von elektrisch geladenen Teilchen eines Sonnensturms auf die Atmosphäre hervorgerufen. Weil das Plasma von Sonnenwinden vom Magnetfeld der Erde entlang der Feldlinien zu den magnetischen Polen gelenkt wird, treten die Nordlichter hauptsächlich in den Polarregionen auf und werden deshalb auch Polarlichter genannt.

Beim Aufprall auf die oberste Schicht der Atmosphäre regen die Teilchen aufgrund einer geänderten Elektronen-Konfiguration dort vorhandene Moleküle (Sauerstoff oder etwa Stickstoff) zum Leuchten an. Nordlichter können verschiedene Farben haben: Grünes Licht entsteht, wenn Sauerstoffatome in 100 Kilometern Höhe angeregt werden, rotes kommt von Sauerstoffatomen in etwa 200 Kilometern Höhe, Stickstoffatome senden violettes bis blaues Licht aus.

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