Mo, 11. Dezember 2017

"Kein Kampfeinsatz"

09.09.2015 16:11

Kreml: Russische Soldaten leisten Hilfe in Syrien

Russland hat erstmals den Einsatz eigener Soldaten in Syrien mit klaren Worten bestätigt, Kampfeinsätze allerdings in Abrede gestellt. Die Experten leisteten für Waffenlieferungen Hilfe, erklärte eine Sprecherin des Außenministeriums am Mittwoch in Moskau. Die Lieferungen seien für den Kampf gegen den Terrorismus bestimmt. Spekulationen und Berichte über eine verstärkte russische Präsenz in dem Bürgerkriegsland gab es seit Wochen.

Gleichzeitig betonte Sprecherin Maria Sacharowa, dass man die Militärhilfe für die syrische Führung nie verheimlicht habe. "Wir liefern seit Langem Technik, und das auf Grundlage bilateraler Verträge und des Völkerrechts. Es gibt in Syrien auch russische Militärexperten, die den Syrern helfen, mit der Technik umzugehen." Die "Hysterie" über die Anwesenheit russischer Soldaten in dem Bürgerkriegsland sei ihr unverständlich.

"Kampfeinsatz ist Fiktion der Medien"
Der Vizevorsitzende des Verteidigungsausschusses im russischen Föderationsrat, Nikolai Fedorjak, nannte Berichte über russische Soldaten an der Front in Syrien eine "Fiktion der Massenmedien". Für einen solchen Kampfeinsatz sei die Zustimmung des Parlaments nötig - und diese sei von Präsident Wladimir Putin nicht beantragt worden, sagte er.

Assads Armee erleidet Gebietsverluste
Russland ist enger Verbündeter von Staatschef Bashar al-Assad, der im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat und andere Rebellen zunehmend in die Defensive gerät. So zog sich die Armee am Mittwoch von einem wichtigen Luftwaffenstützpunkt in der Provinz Idlib im Nordwesten des Landes zurück, wie das Staatsfernsehen berichtete. Die Basis war seit zwei Jahren belagert worden.

USA fordern Luftraumsperren für russische Jets
Die verstärkten Aktivitäten Russlands in Syrien stoßen in den USA auf große Skepsis. Sie bombardieren gemeinsam mit anderen Staaten IS-Ziele in dem Land, verzichten dabei nach eigenen Angaben aber auf eine Zusammenarbeit mit der Regierung in Damaskus. In dieser Woche hatte die US-Regierung Griechenland und Bulgarien gebeten, russischen Maschinen mit dem Ziel Syrien Überflugrechte zu verweigern. Während Bulgarien den Luftraum für russische Flugzeuge daraufhin gesperrt hat, dürfen diese laut russischen Medien weiterhin über Griechenland verkehren. Die Erlaubnis gilt laut der russischen Agentur Tass bis zum 24. September.

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