Mi, 13. Dezember 2017

Wasser verschmutzt

09.09.2015 07:22

Auto in Kanal gestürzt: 36.000 Euro Strafe drohen

Mit einem illegalen Autorennen haben zwei Brüder am vergangenen Wochenende in Salzburg ihre PS-Stärken unter Beweis stellen wollen. Das endete fatal, einer der Lenker stürzte mit seinem Pkw in den Almkanal. Nun werden die Brüder, von denen einer betrunken war, auch noch von der Wasserrechtsbehörde einen Strafbescheid bekommen - und der wird teuer.

Mitten durch Leopoldskron rasten die Zwillingsbrüder am Samstagabend mit ihren PS-Boliden nebeneinader Richtung Innenstadt. Im Zuge des illegalen Wettrennens verlor einer der Brüder (33) in einer Kurve die Kontrolle über seinen Mazda. Der Wagen schlitterte über eine Böschung, durchschlug einen Zaun und landete im Almkanal. Der Lenker konnte sich selbst aus dem Wrack befreien, kletterte ans Ufer und lief zu Fuß nach Hause. Sein Bruder konnte von der Polizei gestoppt werden. Da er alkoholisiert war - es wurden 1,5 Promille gemessen -, keinen Führerschein hatte und sein Wagen nicht angemeldet war, kassierte er gleich mehrere Anzeigen. Zudem erwarten ihn mehrere Tausend Euro an Verwaltungsstrafgebühren.

Der andere Zwilling wurde unter anderem wegen Fahrerflucht angezeigt. Und: Er wird auch die Fahrzeugbergung durch die Berufsfeuerwehr bezahlen müssen: "Wenn es um eine Menschenrettung geht und Gefahr im Verzug ist, verrechnen wir für unseren Einsatz selbstverständlich nichts. Wenn es aber um eine reine Arbeitsleistung geht - wie in diesem Fall das Herausziehen eines Wracks aus dem Almkanal -, dann verrechnen wir die Kosten", erklärt der stellvertretende Branddirektor Werner Kloiber. Die Feuerwehr habe in so einem Fall die Aufgabe, das Auto zu sichern, die Batterie abzuklemmen, zu schauen, dass kein Treibstoff oder Öl mehr austreten kann, und es auf einem von der Polizei bestimmten Platz abzustellen. "Für die Bergung aus dem Almkanal mussten wir unseren Mobilkran einsetzen. Die Kosten werden sich voraussichtlich auf mehrere Hundert Euro belaufen", so Kloiber.

Hohe Strafe für die Kanalverschmutzung
Damit ist es aber noch nicht getan: Der Autoabsturz in den Almkanal hat auch die Wasserrechtsbehörde auf den Plan gerufen. Diese hat ein Verwaltungsstrafverfahren gegen den Lenker des Mazda eingeleitet. Die Höchststrafe liegt hier bei 36.340 Euro. Dieser Betrag wird fällig, wenn jemand durch auffallende Sorglosigkeit oder vorsätzlich eine erhebliche, nicht durch eine Bewilligung gedeckte Gewässerverunreinigung bewirkt. Wie stark die Verunreinigung durch den Wagen war, ist noch nicht bekannt.

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