Mi, 13. Dezember 2017

Südösterreich:

08.09.2015 16:20

Flüchtlingsausweichroute möglich

Die nächste Flüchtlingswelle ist im Anrollen! Wegen der unmenschlichen Zustände in Ungarn dürften sich die Kriegsflüchtlinge aber bald neue Routen nach Deutschland suchen. Die kürzeste führt über die Steiermark oder Kärnten (Lavamünd, Bleiburg, Karawankentunnel). Hinter den Kulissen wird bereits an Situationsanalysen, Einsatzplänen und Versorgungsmöglichkeiten gearbeitet.

Die Atempause im Flüchtlingsdrama währt nur kurz. Wie berichtet, drängen weitere Zehntausende Flüchtlinge nach Mitteleuropa. Weil Ungarn mit Stacheldraht die Grenzen dicht macht, dürften die Migranten demnächst neue Routen für ihre Reise nach Deutschland wählen. Die kürzeste Alternative zur "Ungarn-Route" führt von Serbien über Kroatien, Slowenien, Südösterreich (siehe Grafik) weiter nach Deutschland.

In Kärnten wird damit gerechnet, dass viele Flüchtlinge über die ehemaligen Grenzübergänge Bleiburg, Lavamünd und den Karawankentunnel weiterreisen wollen. Auch der steirische Grenzübergang Spielfeld sei eine Möglichkeit. "Wie viele kommen werden, ist unklar. Wir warten derzeit auf Informationen aus unseren Nachbarländern", erklärt Hannes Dullnig, Leiter der Einsatz- und Grenzpolizei. Zuletzt wurde die Zusammenarbeit mit Italien und Slowenien intensiviert.

Auf dem Papier existiert bereits ein Szenario, das von einem massiven Flüchtlingsansturm via Kärnten ausgeht: Rasch würden Polizisten aus anderen Bundesländern in Kärnten konzentriert. Vereinfachungen im behördlichen Ablauf sind geplant, ein bestehender Einsatzplan wird laufend angepasst. Ob, wie zuletzt in Niederösterreich, die Weiterreise der Flüchtlinge erlaubt würde, sei aber eine politische Frage, heißt es. Man will dennoch auf alles vorbereitet sein. Dullnig: "Wir sind laufend im Kontakt mit dem Roten Kreuz, der Caritas, NGOs. Im Moment sind wird dabei, Kapazitäten für die kurzfristige Unterbringung zu schaffen."

Welche Route die meisten Flüchtlinge letztlich wählen, bleibt bis dahin unklar.

FP-Obmann Christian Ragger rechnet jedenfalls mit einem massiven Ansturm von Flüchtlingen, die via Slowenien nach Kärnten kommen werden. Da sich die "Sicherheitslage" ändere, fordert er die Erhaltung der Kaserne in Bleiburg.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden