Do, 14. Dezember 2017

"Bild" ohne Bilder

08.09.2015 09:26

"Bild"-Zeitung verzichtet für einen Tag auf Fotos

Die deutsche Tageszeitung "Bild" ist am Dienstag komplett ohne Fotos erschienen. "Wir wollen damit zeigen, wie wichtig Fotos im Journalismus sind", heißt es in der Ausgabe zur Begründung. Als Beispiel nennt das Blatt das Bild des ertrunkenen Flüchtlingsbuben Aylan.

In den vergangenen Tagen hatte es eine Mediendiskussion darüber gegeben, ob es richtig ist, das Bild zu veröffentlichen. Einige Medien zeigten nur den Hinterkopf des Kindes, andere das Kind frontal mit verpixeltem Gesicht. Wieder andere Zeitungen und Portale zeigten das Bild gar nicht.

Über die Macht der Fotos schreibt die "Bild" nun: "Sie wecken Emotionen in uns. Sie zeigen schöne Momente, aber auch grausame. Sie lassen uns mit anderen Menschen mitfühlen." Fotos könnten auch beweisen, was Mächtige verstecken wollten. "Erst wenn man sie (die Fotos, Anm.) nicht sieht, begreift man ihre Magie", heißt es in dem Blatt.

Auch auf Website graue Flächen statt Fotos
Dort, wo sonst Fotos gedruckt sind, und auch in der Onlineausgabe waren am Dienstag nur graue Flächen zu sehen. "In der Zeitung und in unseren digitalen Kanälen verzichten wir auf Bilder", hieß es vonseiten der "Bild". Lediglich die Werbeanzeigen waren wie gewohnt zu sehen.

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