Mo, 11. Dezember 2017

Briten getötet

08.09.2015 11:50

Drohnenangriff in Syrien von Cameron autorisiert

Die britische Regierung bemüht sich derzeit um grünes Licht des Parlaments für Militärschläge gegen IS-Stellungen in Syrien. Aber auch wenn Großbritannien noch nicht an der Seite der USA und nun auch Frankreichs gegen den Islamischen Staat in Syrien vorgeht, gab Premier David Cameron am Montag im Parlament bekannt, dass zwei britische IS-Kämpfer und ein weiterer Komplize bei einem Drohnenangriff in Syrien getötet worden seien.

Cameron erklärte, dass es sich bei der Operation im August um einen "Akt der Selbstverteidigung" gehandelt habe. Daher sei alles legal gewesen. "Wir haben gehandelt, weil es keine Alternative gab", sagte Cameron. Einer der Angegriffenen habe Anschläge in Großbritannien geplant gehabt.

Nach Camerons Worten haben die britischen Behörden in den vergangenen zwölf Monaten mindestens sechs Anschläge in Großbritannien verhindert. Sicherheitsbehörden in westlichen Ländern warnen seit Jahren vor Anschlägen durch islamistische Kriegsrückkehrer.

Verteidigungsminister: "Wir würde es wieder tun"
Verteidigungsminister Michael Fallon verteidigte am Dienstag das Vorgehen seiner Regierung gegen die beiden britischen Staatsbürger und meinte gegenüber dem Nachrichtensender BBC: "Wir würden nicht zögern und es wieder tun. Wenn wir wissen, dass ein bewaffneter Angriff sehr wahrscheinlich ist, wenn wir wissen, wer involviert ist, müssen wir etwas dagegen tun", so Fallon in einem Radiointerview.

Menschenrechtsgruppen kritisierten die Anordnung Camerons zum Angriff und forderten die Regierung auf, die "Beweise" offenzulegen, die zum Drohnenangriff geführt hatten. Die oppostionelle Labour-Partei will sich dafür einsetzen, dass der Entscheidungsfindungsprozess von einer unabhängigen Instanz genau beleuchtet wird.

Britische Drohnen bisher nur auf Aufklärungsmission
Großbritannien fliegt bisher als Teil der von den USA geführten Anti-IS-Koalition regelmäßig Angriffe gegen IS-Stellungen im Irak, aber nicht in Syrien, weil ein entsprechendes Mandat des Unterhauses dafür bisher fehlt. In Syrien hatte die britische Armee bisher lediglich Drohnen zur Aufklärung eingesetzt.

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