Do, 14. Dezember 2017

"Cecil" getötet

07.09.2015 15:13

US-Zahnarzt bricht erstmals sein Schweigen

Der US-Zahnarzt Walter Palmer, der Anfang Juli mit der Tötung des berühmten Löwen "Cecil" in Simbabwe international einen Aufschrei auslöste, hat erstmals seit der verhängnisvollen Jagd sein Schweigen gebrochen. Er habe seinerzeit nicht gewusst, dass sein Opfer im Hwange-Nationalpark ein spezieller Löwen gewesen sei, sagte der 55-Jährige der Zeitung "Minneapolis Star Tribune".

Palmer betonte, dass bei der Jagd alles nach Recht und Gesetz vonstatten gegangen sei. Ein Anwalt Palmers, der bei dem Interview anwesend war, hielt fest, dass "keine offiziellen Anschuldigungen" gegen seinen Mandanten erhoben worden seien. Simbabwe hatte nach dem Vorfall allerdings von den USA Palmers Auslieferung gefordert.

Hobbyjäger spricht von "legaler Jagd"
Es sei eine "legale Jagd" gewesen, bei der ihm Profis, auf die er sich verlassen habe, unterstützt hätten, rechtfertigte sich der Zahnarzt und Hobbyjäger. Zur Tötung von Cecil sagte er nicht viel. Nur, dass er den Löwen - nachdem er ihn mit Pfeil und Bogen verletzt hatte - früher als die von Medien zitierten 40 Stunden später getötet habe. Palmer kündigte in dem Interview auch an, dass er nach einer Auszeit ab Dienstag wieder in seiner Praxis arbeiten werde.

Shitstorm gegen Zahnarzt im Web
Der Mediziner hatte den 13-jährigen Cecil, den Star des Hwange-Nationalparks in Simbabwe, Anfang Juli bei einer Großwildjagd erlegt. Der Vorfall sorgte weltweit für Empörung. Im Internet kam es zu wütenden Reaktionen auf die Tötung des Tieres. Der Zahnarzt wurde selbst zum Gejagten: In den sozialen Netzwerken fordern User die strafrechtliche Verfolgung des Mannes. Auch zahlreiche Prominente schlossen sich dem Shitstorm an.

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