Do, 14. Dezember 2017

Offene Rechnung

06.09.2015 13:18

ÖFB-Team in Euphorie: Jetzt sind die Schweden dran

Österreichs Nationalteam hat am Samstag die schwierige Aufgabe erfolgreich gelöst, für die ganz große Party waren jedoch Russland und Schweden (1:0) die Spielverderber. Nach dem 1:0-Sieg in Wien gegen Moldau (siehe Video oben) fehlt dem ÖFB-Team aber nur noch ein Punkt, um sich für die EM-Endrunde in Frankreich zu qualifizieren. Der soll schon am Dienstag (20.45 Uhr/live im sportkrone.at-Ticker) in Schweden geholt werden.

"Aufgeschoben, aber kein Problem", sagte Julian Baumgartlinger. Gerne hätten der Mittelfeldspieler und seine Kollegen gemeinsam mit den 48.500 Fans im ausverkauften Happel-Stadion das Ticket für Frankreich gefeiert. Doch es ist noch Geduld gefragt, so wie sie das ÖFB-Team am Samstag gegen einen extrem defensiven Gegner auch auf dem Rasen gezeigt hat. "Wir sind alle geduldig genug. Wir waren es schon heute, jetzt werden wir es bis Dienstag auch noch erwarten können. Dann wollen wir es aber fix machen", betonte Baumgartlinger.

Offene Rechnung mit Schweden
Dass es nun ausgerechnet in Solna, wo am 11. Oktober 2013 durch eine 1:2-Niederlage der Traum von der Teilnahme an der WM in Brasilien geplatzt ist, mit der Qualifikation klappen kann, "passt perfekt", meinte der Mainz-Legionär. "Die Rechnung ist noch offen, das hat sich jeder gemerkt. Wir fahren nur mit einem Ziel hin, und das ist zu gewinnen, auch wenn schon ein Punkt reicht".

Voraussetzung dafür war der Arbeitssieg gegen Moldau. 90 Minuten war das ÖFB-Team gegen eine Abwehrmauer angerannt, die steten Bemühungen belohnte schließlich Zlatko Junuzovic mit seinem Siegestor (52.). "Wir haben versucht, von Anfang an geduldig zu sein. Uns war bewusst, dass es kein einfaches Spiel wird. In der zweiten Halbzeit haben wir uns selbst belohnt", sagte David Alaba.

Eine Analyse, die von allen Spielern geteilt wurde. "Wir haben die Moldawier sicher defensiv erwartet, aber so defensiv war doch überraschend. Ich bin froh, das wir in der zweiten Halbzeit relativ zeitig das 1:0 gemacht haben. Die letzte Flanke oder der letzte Ball sind nicht konzentriert angekommen, das ist der einzige Vorwurf, den wir heute machen müssen. Über 90 Minuten haben wir aber dominiert, Druck aufgebaut, uns immer wieder in gefährliche Situationen gebracht, aber zu selten belohnt", resümierte Martin Harnik.

"Gegen zehn Verteidiger gespielt"
"Es war ein schwieriges Spiel, weil wir gegen zehn Verteidiger gespielt haben", meinte Marko Arnautovic. "Aber wir haben gewonnen, unsere Aufgabe erfüllt und die drei Punkte geholt. Ob 1:0 oder 5:0 ist im Prinzip egal" betonte der England-Legionär, dem ein wohl reguläres Tor aberkannt worden war. "Ich habe ein Tor gemacht, er (Anm.: der Schiedsrichter) hatte keine Lust, es zu geben", sagte er mit sarkastischem Unterton zur Szene kurz vor der Pause.

Doch der Ärger darüber war schnell vorbei, immerhin winkt die EM-Endrunde. "Wir liegen weit vorne, aber der Sack ist noch nicht zu. Am Dienstag haben wir die nächste Chance", sagte Arnautovic, der nicht nur das EM-Ticket zum Ziel hat: "Wir wollen ungeschlagen aus dieser EM-Qualifikation gehen", gab er sich selbstbewusst.

So feierten die Team-Helden den Sieg im Partybus:

Nach der Niederlage in Russland haben die Schweden aber nichts zu verschenken. Ein Punkteverlust gegen Österreich könnte zu wenig sein, um Platz zwei und damit einen Fixplatz zu holen. "Wir wissen, wie die Schweden uns hier (beim 1:1 im vergangenen September in Wien) das Leben schwer gemacht haben und mit der Niederlage in Russland auch um ihre Qualifikation hart arbeiten müssen. Dementsprechend wird es ein sehr schwieriges Spiel", betonte Harnik.

Mit dabei sein wird auch Aleksandar Dragovic, der sich in der Schlussphase gegen Moldau das rechte Knie verletzt hat, aber bis zum Schluss durchhielt. "Meine Verletzung ist kein Problem, ich bin für Schweden fit", gab der Abwehrchef Entwarnung.

Ibrahimovic doch fit?
Und Österreichs Nationalteam könnte es am Dienstag mit einer der schillerndsten Persönlichkeiten des Weltfußballs zu tun bekommen. Sofern seine in Moskau erlittene Muskelverletzung rechtzeitig ausheilt, schickt sich Zlatan Ibrahimovic an, den Erfolgslauf der ÖFB-Auswahl zu beenden und sein Land einen Schritt näher zur EM 2016 zu bringen.

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