Mi, 13. Dezember 2017

Haussegen schief

05.09.2015 15:18

Nach Clinch mit Adlers: Wieder Streit im Pema-Turm

Der Hausfrieden rund um den Pema-Turm ist ordentlich angeknackst. Während schwere Differenzen zwischen Eigentümer Markus Schafferer und der Hoteliersfamilie Ultsch immer noch die Gerichte beschäftigen und ein Möbelgeschäft bereits ausziehen musste, liegt nun mit einem Restaurant auch ein weiterer Mieter mit der Pema-Gruppe im Clinch. Diese hat vergeblich versucht, das asiatische Lokal in die Pleite zu schicken.

Während östlich des Innsbrucker Frachtenbahnhofes die Baugrube für den zweiten Pema-Turm längst ausgehoben wurde, scheint im Ende 2012 eröffneten ersten Megakomplex von Investor Schafferer der Haussegen mächtig schief zu hängen.

Wie berichtet, kam es vor mehr als einem Jahr zu Diskrepanzen zwischen dem Pema-Boss und Harald Ultsch, Chef des im Pema-Turm beheimateten "Adlers"-Hotels, die seitdem immer wieder die Anwälte beider Seiten beschäftigen. Sehr vereinfacht zusammengefasst geht es um Baumängel und deshalb einbehaltene Mietzahlungen. "Höhepunkt" dieser Streitigkeiten: Ein abgelehnter Konkursantrag und eine immer noch laufende Räumungsklage gegen die Hotelbetreiber. "Das undichte Dach wurde mittlerweile repariert. Aufgrund anderer Beanstandungen halten wir derzeit aber immer noch jedes Monat einen Teil der Miete zurück", erklärt Harald Ultsch auf Anfrage der "Krone".

Dritter Konkursantrag gegen eigenen Mieter

Nun ist ein ähnlicher Streit zwischen dem Hausherrn und einem weiteren Mieter ausgebrochen. Die Pema-Vermietergesellschaft "Bruneckerstraße Ost GmbH" brachte gegen das asiatische Restaurant "Shambala" ebenfalls einen Insolvenzantrag ein – dieser wurde nun Ende August abgewiesen. Es soll dies bereits der dritte Antrag gegen einen Mieter gewesen sein – nach "Adlers" und gegen das mittlerweile in die Pleite geschlitterte Einrichtungsunternehmen "BoConzept".

Wie die "Krone" erfuhr, sind die Lokalbetreiber unter anderem erzürnt darüber, dass sich der Vermieter Pema ihrer Ansicht nach nicht an den Vertrag gehalten habe und mit "Thai2Go" ein weiteres "Asia"-Restaurant im Pema-Turm einziehen ließ. Zudem sollen 20 angeblich versprochene Autoabstellplätze für Kunden in der Tiefgarage plötzlich nicht mehr möglich gewesen sein. Aus diesem Grund zahlen die Restaurant-Inhaber seit rund einem Jahr überhaupt keine Miete mehr. Im Gegenteil: Sie fordern ihrerseits über 100.000 Euro Schadensersatz.

"Mieter hat mehr als 270.000 Euro Schulden"

Die Pema-Gruppe ist anderer Meinung: "Das Shambala hat mehr als 270.000 Euro Mietrückstand. Jede Familie, die in einer Mietwohnung lebt, muss monatlich zahlen – dies gilt natürlich auch für ein Restaurant", heißt es von Seiten der Pema. Man sei aber stets gesprächsbereit gewesen und habe sogar schon angeboten, die Miete um 30 Prozent zu reduzieren. "Die Türen stehen weiterhin offen."

Ob die zerrüttete "Ehe" zwischen Vermieter und Mieter aber zu kitten ist, darf bezweifelt werden...

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