Mo, 11. Dezember 2017

Keine Ausschreibung:

04.09.2015 17:11

12 Millionen Euro für Container

Die "Containex"-Lösung für das Zeltlager auf Gut Krumfelden in Althofen (wir haben berichtet) sorgt bei heimischen Container-Herstellern für einigen Ärger. Marcel Mild, Geschäftsführer von "Living Container", kritisiert das Vorgehen des Innenministeriums. Der Auftrag sei ohne Ausschreibung vergeben worden.

Auch er habe dem Ministerium seine Dienste angeboten, sei aber mit einem Einzeiler abgespeist worden. "Neben der Tatsache, dass diese unbefriedigende Antwort zwei Monate benötigt hat", so Mild, "empfinde ich es als Hohn, fertige Billigst-Wohncontainer von minderer Qualität für die Flüchtlinge bereitzustellen."

Geplant sind vorerst 1200 Container. Den Auftrag für die ersten 700 hat "Containex" bekommen – und das ohne Ausschreibung.

In wirtschaftlich schweren Zeiten wäre es wohl angebracht, mehrere Firmen am Auftrag teilhaben zu lassen, kritisieren andere Hersteller. Außerdem könnten viel mehr Container gleichzeitig geliefert werden.

Laut Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck habe es aufgrund der Dringlichkeit keine Ausschreibung gegeben.

Die Gesamtkosten für alle 1200 Container belaufen sich auf zwölf Millionen Euro. Ein Container koste zwischen 5000 und 7000 Euro, so ein "Containex"-Sprecher. Notwendig seien an den einzelnen Standorten aber noch Fundamentierungsarbeiten, die Verlegung von Strom- und Wasserleitungen sowie Möbel.

Wer den Auftrag für die restlichen 500 Container erhält, wird demnächst die Bundesbeschaffungsgesellschaft entscheiden.

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