Mo, 20. November 2017

Lenovo-Manager:

03.09.2015 13:12

Windows 10 allein wird PC-Markt nicht retten

Früher haben neue Versionen des Microsoft-Betriebssystems Windows dem PC-Markt oft einen kräftigen Schub gegeben. Jetzt schwächelt das Geschäft - die Branche rechnet nicht mit großen Sprüngen dank Windows 10. Der schwache Markt für Personal Computer kann aber laut Einschätzung von Lenovo-Manager Gianfranco Lanci nicht alleine durch das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 10 wiederbelebt werden.

"Windows 10 ist ein großartiges Betriebssystem und gibt auch Impulse, veraltete PCs durch neue Geräte zu ersetzen. Und 75 Millionen neue Anwender in einem Monat sind auch ein tolles Ergebnis", sagte der für das Tagesgeschäft zuständige Präsident des weltgrößten PC-Herstellers am Rande der IFA in Berlin. Für einen Umschwung bedürfe es jedoch einer Verbesserung der weltweiten ökonomischen Rahmenbedingungen. "Die Verbraucher müssen wieder mehr Geld ausgeben."

PC nicht am Ende
Der These, dass der PC am Ende seines Lebenszyklus' sei und künftig durch Smartphones und Tablets ersetzt werde, widersprach Lanci: "Uns macht keine Sorgen, dass der Markt sich abschwächt, weil der PC von anderen Geräten verdrängt würde." Relevanter sei die weltweite wirtschaftliche Lage: "In vielen Märkten der Schwellen- und Entwicklungsländer, die uns lange Zeit Quartal für Quartal, Jahr für Jahr schöne Zuwachsraten beschert haben, findet derzeit kein Wachstum mehr statt. Oder sie wachsen zumindest nicht mehr in der Geschwindigkeit, die wir gewohnt waren. Ich rede von China, Russland, Brasilien, Lateinamerika."

Für viele Hersteller wird es dünn
Im PC-Markt führe diese Entwicklung derzeit zu einem Einbruch von 20 bis 30 Prozent. Auch der Tablet-Markt schrumpfe. "Nur die Stückzahlen bei den Smartphones legen zu. Aber hier wächst vor allem das untere Segment, Geräte für 99 oder 149 Dollar." Die Wirtschaftsentwicklung führe derzeit zur einer signifikanten Konsolidierung unter den Herstellerfirmen: "Einige Player sind bereits aus dem Markt ausgestiegen, anderen steht das noch bevor. Für sie wird es unmöglich sein, in diesen Zeiten finanziell durchzuhalten."

Langfristig, glaubt Lanci, werden sich wenige große Hersteller behaupten können, die breit aufgestellt sind: "Wir gehören zu den wenigen Firmen weltweit, die die gesamte Palette abdecken: von Wearables über Smartphones und das Tablet bis hin zum PC. Auf der IFA zeigen wir, wie man alles zusammenführen kann."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden