Sa, 16. Dezember 2017

ar[:s:]onore in Graz

03.09.2015 11:18

Klassik mit Klasse

Heute startet das neue Musikfestival ar[:s:]onore in Graz. Starpianist Markus Schirmer hat zahlreiche musikalische Freunde und Wegbegleiter eingeladen, die in den nächsten Tagen Klassik auf höchstem, internationalem Niveau interpretieren werden. Präsentiert von der "Steirerkrone".

Es ist seit Gründung der „styriarte“ vielleicht das spannendste neue Grazer Klassikfestival. Markus Schirmer, international gefeierter Pianist und Publikumsliebling, hat die Leitung der Veranstaltungsreihe übernommen, die die ORF-Eggenberger Schlosskonzerte beerbt (siehe auch Interview unten). Ab heute, Donnerstag, wird „ar[:s:]onore“ (sprich: „Arsonore“) über die Bühne gehen. Das Konzept: Schirmer hat namhafte Künstlerfreunde eingeladen, um gemeinsam zu proben und Konzerte zu spielen, dem Publikum auch Einblicke in Arbeitsprozesse zu geben. Mit Kollegen wie der Klarinettistin Sharon Kam, dem Cellisten Clemens Hagen, dem Bratscher Nils Mönkemeyer und vielen anderen mehr sind jedenfalls Weltklasse-Aufführungen garantiert.

Zur Eröffnung gibt es ein Orchesterkonzert in der List-Halle, wo die Grazer Philharmoniker unter Chefdirigent Dirk Kaftan nicht nur ein seltenes Klavierkonzert aufführen, sondern sich der Wiener Klassik widmen: mit Beethovens "Eroica"-Symphonie und dem Mozart-Konzert für Flöte und Harfe.

Die Konzerte im Planetensaal von Schloss Eggenberg von 4. bis 7. September bringen viel französische Kammermusik, aber auch Schuberts "Forellenquintett". Schauspielerin Julia Stemberger liest einen Text von Colette, Wolfram Berger verfasst einen Text für Saint-Saëns berühmten "Karneval der Tiere“, den er selbst vorträgt. Zum "Karneval" der Tiere gibt es ebenso öffentliche Proben.

Und für Feinspitze wird zusätzlich ein "Dinner im Museum“ angeboten, zubereitet vom 3-Hauben-Koch Richard Rauch vom „Steira Wirt“ in Trautmannsdorf.

Alle Infos und Details zum Festival finden Sie hier.

Interview mit Markus Schirmer:
Sie sind als Musiker und Lehrer ohnehin sehr beschäftigt. Was hat Sie bewogen, sich auch noch ein Festival „anzutun“?
(lacht laut) "Das frage ich mich selbst. Der organisatorische Aufwand ist enorm, obwohl es viele helfende Hände gibt. Aber nichtsdestotrotz ist das Ergebnis es wert. Es ist ein Genuss, mit solchen Kollegen und Freunden zu spielen. Wenn man mit ihnen auf der Bühne stehen darf, ist die Arbeit davor schnell vergessen.“
Was ist der Vorteil, wenn man mit Kollegen spielt, die auch Freunde geworden sind?
"Ich kenne den Danjulo Ishizaka oder den Benni Schmid seit Jahren, ich weiß, wie sie musizieren, wie sie atmen. Ich spür’ schon vorher, wenn sie ein Detail ausprobieren wollen. Wir sind auf künstlerischer und menschlicher Basis einfach auf einer Wellenlänge. Ähnlicher Humor ist auch wichtig.“
Glauben Sie, dass das Publikum auch hören kann, wenn die Leute auf der Bühne einander sympathisch sind?
"Ich hoffe es. Es ist schon die Probenarbeit ganz anders. Man freut sich, dass man sich wieder trifft, gemeinsam etwas schafft.“
Wie entstehen solche Freundschaften?
"Man wird halt irgendwann zusammengewürfelt, und dann funkt’s. Oft funkt es ja auch nicht. Aber wenn es passt, dann wächst man zusammen, plant gemeinsam Tourneen und so weiter. Solche Konzertreisen schweißen zusammen.“
Und das Programm von "ar[s:]onore“ ist auch partnerschaftlich entstanden?
"Ja, das entsteht auch im Nachfragen und Diskutieren mit den Beteiligten. Da ergibt eines das andere.“
Was möchten Sie mit "ar[:s:]onore“ bieten?
"Eine Mischung aus Stücken, die das Publikum kennt und liebt – wie Schuberts Forellenquintett – und Raritäten, die man den Hörern näherbringen möchte, wie ein Klavierkonzert von Louis Hérold, das vermutlich noch nie in Österreich gespielt worden ist. Dass wir diesmal den Schwerpunkt auf französische Musik legen, ist sukzessive so entstanden. Nächstes Jahr machen wir vielleicht etwas ganz anderes. Aber jetzt müssen wir uns einmal auf das heurige Programm konzentrieren!“

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