Mi, 13. Dezember 2017

5 Siege fehlen noch

03.09.2015 10:22

Serena Williams hält Kurs auf Kalender-Grand-Slam

Da waren es "nur noch" fünf: Serena Williams hat am Mittwoch die zweite US-Open-Hürde genommen und steht auf dem Weg zum historischen Kalender-Grand-Slam in der dritten Runde in New York. Ebenfalls sicher weitergekommen sind am dritten Tag mit wenigen Überraschungen u.a. Titelverteidiger Marin Cilic, Rafael Nadal und David Ferrer. Aus ÖTV-Sicht leider auch Novak Djokovic.

Die topgesetzte Serena Williams bot im vor allem im ersten Satz sehr knappen Match gegen die niederländische Qualifikantin Kiki Bertens keine überragende Leistung. Nach 92 Minuten siegte sie mit 7:6(5), 6:3, war dabei im ersten Durchgang aber mit 3:5 und später im Tiebreak mit 0:4 zurückgelegen.

"Bin nicht glücklich"
Obwohl sie ihren 50. Saison-Sieg gefeiert hat, war ihr aber gar nicht nach feiern zumute. Nicht weniger als zehn Doppelfehler, davon acht im ersten Satz veranlassten sie sogar, gleich nach dem Match ein Training zu absolvieren. "Wenn ich nicht gut spiele, bin ich nicht glücklich, auch wenn ich gewinne", stellte Williams fest. Ihr Trainer Patrick Mouratoglu habe ihr ein paar Dinge gesagt, die ihm aufgefallen seien und so trainierte sie gleich einmal ihr Service. "Einfach nur versuchen, diese zweiten Aufschläge ins Feld zu bekommen."

Auch Vorjahressieger Marin Cilic erreichte die Runde der besten 32. Der Weltranglisten-Neunte besiegte den Russen Jewgeni Donskoj sicher mit 6:2,6:3,7:5 und trifft nun am Freitag überraschend auf Michail Kukuschkin. Der Kasache setzte sich in einer der spannendsten Partien des Tages gegen den als Nummer 17 gesetzten Grigor Dimitrow durch. Eine Aufholjagd des Bulgaren nach 0:2-Satzrückstand blieb unbelohnt, Kukuschkin verließ nach 3:38 Stunden und einem 6:3, 7:6(2), 2:6, 4:6, 6:4 den Platz als Sieger.

Mühsam, aber ohne Satzverlust kämpfte sich auch der frühere Weltranglisten-Leader Rafael Nadal in Runde drei. Der zweifache US-Open-Sieger besiegte den Argentinier Diego Schwartzman 7:6(5),6:3,7:5. Im dritten Satz lag Nadal 2:4 zurück. Nadal sorgte in der Pressekonferenz für Gelächter als er gefragt wurde, ob er verstehe, dass sich seine Fans um ihn Sorgen machen. "Ich bin Nummer acht der Welt, nicht Nummer 100. Ich komme mir in jeder Pressekonferenz wie die Nummer 200 vor, so schlecht bin ich nicht", wehrte sich der Spanier.

Gegen Fabio Fognini kündigt sich nun ein echter Drittrunden-Hit an, denn Nadal hat 2015 zweimal gegen den Italiener verloren.

Letztes Match für Mardy Fish
Zum letzten Mal als Profi das Racket geschwungen hat der US-Amerikaner Mardy Fish. Er servierte im vierten Satz sogar auf den Sieg, musste sich dem Spanier Feliciano Lopez aber nach 3:11 Stunden mit 6:2, 3:6, 6:1, 5:7, 3:6 beugen und hatte am Ende auch Krämpfe. Fish galt einst als große US-Hoffnung und stieß im Ranking bis auf Platz 7 (2011) vor. Dann musste er wegen Herz-Rhythmusstörungen aber lange aussetzen. Der mittlerweile 33-Jährige erklärte diese später offen mit Panik-Attacken.

Obwohl auch das Karriere-Ende von Fish von vielen Emotionen begleitet war, so zeigte doch der Schweizer Jungstar Belinda Bencic die meisten Gefühlsausbrüche. Die bereits als Nummer 12 gesetzte 18-Jährige fühlte sich gegen Misaki Doi einige Male ungerecht behandelt, warf den Schläger, stritt mit der Schiedsrichterin und weinte hemmungslos. Doch ihr gelang das Kunststück, gegen die Asiatin im zweiten Satz drei Matchbälle abzuwehren und am Ende doch noch mit 5:7,7:6(3),6:3 in die dritte Runde einzuziehen.

"Ich hätte mich so nicht benehmen sollen und muss daran arbeiten, aber alle haben einmal einen schlechten Tag", sagte Bencic.

Eine Überraschung gab es auch im Herren-Doppel: Die topgesetzten Doppel-Superstars Bob und Mike Bryan verloren gleich zum Auftakt gegen ihre US-Landsleute Steve Johnson/Sam Querrey mit 6:7,7:5,3:6.

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