Di, 12. Dezember 2017

Nach Biss-Attacke

03.09.2015 09:27

Problem-Esel "Emil" vor dem Schlachter gerettet

Die tragische Geschichte von Esel "Emil" sorgte für österreichweite Schlagzeilen: Er hatte auf einer Weide im Kärntner Glödnitz einen 73-jährigen Pensionisten attackiert und ihm schwere Bisswunden zugefügt. Dafür sollte Emil sterben. Eselfreunde retteten ihm gemeinsam mit dem Österreichischen Tierschutzverein in letzter Sekunde das Leben.

Auslöser der Attacke dürfte wohl ein fataler Fehler in der Eselhaltung gewesen sein. Emil wurde als einzelnes Tier ohne weitere Artgenossen gehalten und war außerdem nicht kastriert. Experten gehen davon aus, dass der Hengst geschlechtsreif wurde und aus Liebestollerei den Mann attackiert haben dürfte. Esel gelten als gutmütig, aber sensibel. Daher sollten die Tiere immer in Gemeinschaften gehalten werden - Ziegen oder Ponys als Ersatzpartner sind nicht artgerecht und daher ungeeignet.

Eselfreundin kaufte Emil vom Schlachter frei
Nach der fatalen Biss-Attacke wurde Emil auf Wunsch seines Halters zur Notschlachtung freigegeben. Durch Zufall erkannte eine Tierfreundin den Esel am Schlachtgelände wieder und wollte das Tier vor dem sicheren Tod retten. Mit Unterstützung des Österreichischen Eselvereins gelang es, Emil freizukaufen und vorübergehend auf dem Hof einer Eselfreundin unterzubringen.

Wallach lebt heute glücklich mit Artgenossen
Dank zahlreicher Spenden konnte die dringend notwendige Kastration für eine Weitervermittlung des Hengstes finanziert werden. Heute lebt Emil mit einem Artgenossen in einer harmonischen Beziehung in Oberwang nahe Salzburg am "Assisi-Hof III" des Österreichischen Tierschutzvereins und kann dort sein Esel-Leben in vollen Zügen genießen.

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