Mi, 13. Dezember 2017

Klimawandel-Folge

01.09.2015 17:38

Ernteeinbruch bei Erdäpfeln: Bis zu minus 40%

Alarmierende Agrar-Aussichten: Heuer dürfte die heimische Erdäpfelernte um 30 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr einbrechen. Das wäre ein Einbruch von rund 751 Tonnen im Vorjahr auf schlimmstenfalls knapp über 450 Tonnen heuer. Die Versorgung des heimischen Erdäpfel-Marktes ist trotz der Trockenheit in diesem Jahr aber trotzdem möglich.

"Unsere Erdäpfelbauern werden trotz massiver Ertragseinbußen in der Lage sein, den Inlandsmarkt ganzjährig zu bedienen", so Franz Wanzenböck, Obmann der IG Erdäpfelbau. Da die Ertragsaussichten international heuer besser als hierzulande seien, befürchtet Wanzenböck aber, "dass mehr Importware in den Handel kommt und unsere Erdäpfelbauern in dem ohnehin schon schwierigen Jahr noch mehr unter Druck gesetzt werden". Die IG ruft daher die Handelsketten und Konsumenten auf, die heimische Produktion durch den Griff zu österreichischen Kartoffeln zu unterstützen.

"Inlandsversorgung langfristig gefährdet"
Wanzenböck forderte wegen der Auswirkungen des Klimawandels, die immer deutlicher spürbar würden, Maßnahmen für die Betriebe. "Die Inlandsversorgung ist unter extremen Witterungsbedingungen langfristig gefährdet. Wir fordern daher die Unterstützung des Ausbaus der Bewässerungsinfrastruktur, wie Brunnenbau oder Ringleitungen, und konkrete Hilfestellungen bei Projekten zur Erschließung neuer Bewässerungsgebiete", so der Erdäpfelbauern-Vertreter.

Bei Erdäpfeln, die zu Chips, Pommes Frites und dergleichen verarbeitet werden, ist heuer wegen der Ertragseinbußen nur eine Grundversorgung der Industrie gesichert. Mit Abstand die meisten Erdäpfel werden in Niederösterreich produziert. Auch in Oberösterreich, bei Frühkartoffeln (Heurige) im Burgenland und bei Stärkekartoffeln in der Steiermark gibt es bedeutende Anbaugebiete.

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