Fr, 24. November 2017

„Mehrere Bisse“

01.09.2015 17:01

Patient in Pflegewohnheim von „angenagt“

Unfassbare Hygienezustände im Neubau Pflegewohnhaus Donaustadt im Wiener SMZ Ost: Ein Patient mit Lungenerkrankung wurde in seinem Bett von einer Maus "angenagt". In einem internen Bericht ist von "mehreren Bissverletzungen an der rechten unteren Extremität" zu lesen. Sogar der Kammerjäger musste ausrücken.

Der Vorfall ereignete sich am 26. August um 5 Uhr früh. In dem internen Bericht - er liegt der "Krone" vor - heißt es: "Mehrere Bissverletzungen, nicht inflammiert (entzunden, Anm.), Tetanusprophylaxe und Tollwutimpfstoff bestellt." Weiters ist zu lesen: "Die Spuren der Maus wurden fotografiert und die Bilder mit Beschreibung an die Direktion im Haus gemeldet."

"Kammerjäger hat fünf Mausefallen aufgestellt"
Und: "Kammerjäger war auf der Station und hat fünf Mausefallen im Zimmer aufgestellt. Bezüglich Verletzungsanzeige wird erfragt, ob es notwendig ist." Offiziell geht der KAV mit dem Vorfall nicht mehr so aufgeschlossen um: "Der Krankenanstaltenverbund bedauert den Vorfall, betont aber, dass es sich um einen Verdachtsfall handelt. Niemand hat gesehen, dass die Maus zugebissen hatte", so ein Sprecher.

Tatsache sei aber, "dass jemand vom Personal behauptet, im Zimmer eine Maus im Bett gesehen" zu haben, die in "die Innen- und Außenseite des Unterschenkels" gebissen hat. "Die Stelle wurde desinfiziert", wurde im Bericht festgehalten. Seit diesem Vorfall wurde keine Maus mehr gesehen.

FPÖ: "Vorfall gehört lückenlos aufgeklärt"
FPÖ-Stadtrat David Lasar kritisiert das Versagen des gesamten Systems und fordert: "Der Vorfall gehört lückenlos aufgeklärt."

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