Fr, 15. Dezember 2017

Aus Partei geworfen

01.09.2015 19:29

Tschechischer Politiker nennt A4-Tote "Dreck"

Ein tschechischer Regionalpolitiker hat mit einem Kommentar über die Flüchtlingstragödie auf der A4 im Burgenland für Empörung gesorgt. Daniel Kalenda von der mitregierenden Volkspartei KDU-CSL kommentierte den Tod der 71 Flüchtlinge auf Facebook mit schockierenden Worten und sprach von "Pöbel und Dreck", der in Europa "nichts zu suchen" habe. Die Partei reagierte rasch und schloss Kalenda mit sofortiger Wirkung aus ihren Reihen aus.

"Mein Gott, 71 Tote auf der Autobahn in Österreich. Sollten wir vielleicht weinen?", hatte Kalenda auf Facebook gepostet. "Die Welt ist angeblich erschüttert, ich trauere aber nicht. Es tut mir nicht leid. Überhaupt nicht! Es handelt sich um Pöbel, Dreck und Elemente, die hier nichts zu suchen haben", so Kalenda weiter.

Partei geht auf Distanz
Seine Partei reagierte empört. Parteichef und Vizepremier Pavel Belobradek distanzierte sich deutlich von Kalendas Aussagen. Diese stünden "im Widerspruch zu den Prinzipien unserer Politik", so Belobradek. Wenig später wurde der Beschluss gefasst, Kalenda aus der Partei zu werfen.

Kalenda will in Zukunft "weniger saufen und mehr denken"
Kalenda selbst entschuldigte sich und begründete seinen mittlerweile gelöschten Kommentar mit Trunkenheit. "Weniger saufen, mehr denken und erst dann etwas tun", versprach der Politiker aus dem nordböhmischen Liberec und trat von seinen Parteiämtern zurück.

Lesen Sie auch:

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden