Mo, 11. Dezember 2017

14 Festnahmen

01.09.2015 12:08

Schlepper-Schwerpunkt: Bereits über 350 Aufgriffe

Die Schwerpunktkontrollen gegen Schlepper in Grenzregionen des Burgenlands, Niederösterreichs und Oberösterreichs sind auch am Dienstag unverändert weitergegangen. Über 350 Flüchtlinge wurden aufgegriffen, 14 Schlepper festgenommen. "Akute Gesundheitsgefährdungen gab es glücklicherweise keine", sagte Oberstleutnant Helmut Marban.

Insgesamt 305 Flüchtlinge wurden am Montag im Burgenland aufgegriffen. Zwölf Schlepper wurden dort seit Beginn der Aktion am Sonntag festgenommen. Was die Aufgriffe und Festnahmen betrifft, so wurden diese mehrheitlich im Bezirk Neusiedl und dort vor allem bei Nickelsdorf durchgeführt. "Amtshandlungen gab es aber im gesamten Einsatzgebiet bis nach Oberpullendorf", so Marban.

Im Laufe des Dienstags wurden rund 100 weitere Flüchtlinge - mehrheitlich Syrer - aufgegriffen, was dem "Schnitt der letzten Tage" entsprach. "Die Lage hat sich vorerst nicht verändert", bilanzierte Marban. Die aktuellen Ereignisse in Ungarn - etwa das Flüchtlingschaos am Budapester Ostbahnhof - "zeigten hier bisher keine merklichen Auswirkungen". Die Grundbelastung für die Flüchtlinge war aufgrund der Strapazen natürlich weiterhin hoch.

Die Kontrollen, die sowohl an den Hauptverkehrs- wie auch an den Ausweichrouten durchgeführt werden, beeinträchtigten den Verkehr an der Ostautobahn am Dienstag kaum. "Lediglich bei den Lkw-Kontrollen gibt es leichte Verzögerungen", sagte Marban.

Festnahme in Niederösterreich
Auch in Niederösterreich wurden die Kontrollen im Rahmen der Schwerpunktaktion gegen Schlepper intensiviert. Der verstärkte Personaleinsatz sei der Lage angepasst, sagte Polizeisprecher Markus Haindl. In der Nacht auf Dienstag wurde im Großraum Berg ein Wohnmobil mit 23 Flüchtlingen angehalten.

Ein Verdächtiger wurde festgenommen. Der französische Staatsbürger hatte Menschen aus Afghanistan und dem Irak an Bord, sagte Haindl. Geografisch liegt der Fokus der Kontrollen - in Abstimmung mit den Kollegen im Burgenland - im Osten des Bundeslandes. Die Beamten sind nicht nur an der A4, sondern auch im untergeordneten Straßennetz unterwegs.

Aufgriffe in Oberösterreich gehen zurück
Die Polizei in Oberösterreich berichtete, dass die verstärkten Kontrollen Wirkung zeigen. Obwohl der Fahndungsdruck erhöht worden sei, gebe es weniger Aufgriffe, bilanzierte der Pressesprecher der Landespolizeidirektion David Furtner. Demnach wurden von Sonntag bis Dienstagfrüh 31 Flüchtlinge aufgegriffen und ein Schlepper festgenommen. Dabei stand auch ein Hubschrauber im Einsatz.

Diese Zahlen sind deutlich geringer als zuletzt - als pro Tag bis zu 100 Menschen auf der Straße aufgegriffen wurden, schilderte Furtner. Die Polizei überwache jetzt alle Haupt-, aber auch die Nebenrouten. Bei den Zügen mit Flüchtlingen, die ohne Schlepper unterwegs sind, beschränke man sich auf die sicherheitspolizeiliche Absicherung der Bahnhöfe, damit niemand zu Schaden kommt.

Kontrollen auf Ausweichrouten durch Steiermark
Insgesamt 20 steirische Polizisten stehen bei den Schlepper-Kontrollen im Burgenland und in Niederösterreich als Unterstützung im Einsatz. Auch auf den steirischen Straßen wurden die Kontrollen verschärft, erklärte die Landespolizeidirektion am Dienstag. Ein Ausweichen auf Routen durch die Steiermark sei bisher aber nicht zu erkennen. Es gab bisher keine vermehrten Aufgriffe von Flüchtlingen oder Festnahmen von Schleppern.

Lesen sie auch:

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden