Mo, 11. Dezember 2017

"Minecraft"-Erfinder

01.09.2015 07:12

Das einsame Milliardärsleben des Markus Persson

Für die meisten Menschen wäre ein unverhofftes Milliardenvermögen und das Ende des Zwangs zur Erwerbsarbeit eine erstrebenswerte Vorstellung. Einer, dem es gelungen ist, Milliardär zu werden, klagt nun aber über sein neues Leben. Markus "Notch" Persson, der mit dem Verkauf des Bauklotz-Games "Minecraft" an Microsoft reich wurde und sich in einer noblen Villa in Beverley Hills niederließ, offenbarte kürzlich auf Twitter seine Gefühle.

"Das Problem, wenn man alles bekommt, ist, dass einem die Gründe ausgehen, etwas zu versuchen und die menschliche Interaktion wegen der Ungleichheit unmöglich wird", erklärte der "Minecraft"-Erfinder kürzlich in einer Reihe sehr persönlicher Tweets, mit denen er seine Erlebnisse nach dem Verkauf seines Games an Microsoft aufarbeiten wollte.

Unverhofftes Luxusleben nagt an Persson
Sein unverhofftes Luxusleben scheint ernsthaft an Persson zu nagen. "Auf Ibiza mit einer Gruppe Freunde herumhängen und mit berühmten Leuten feiern, alles tun können, was man will – und ich habe mich noch nie so isoliert gefühlt", twittert Persson.

Für den introvertierten "Minecraft"-Erfinder, der bis zum Verkauf seines Spiele-Hits an Microsoft ein eher bescheidenes Leben führte, bringen Geld und Ruhm nun Probleme mit sich, mit denen er vorher nicht gerechnet hat.

Freunde haben keine Zeit, Frauen haben Angst
Seine Freunde in Schweden mit Jobs und Familien hätten oft keine Zeit, um etwas zu unternehmen. Die Belegschaft des verkauften Spielestudios Mojang hasse ihn, obwohl er beim Verkauf an Microsoft sichergestellt hatte, dass ihre Jobs erhalten bleiben.

Und kürzlich habe sein Vermögen sogar eine Frau abgeschreckt, für die sich Persson interessiert hatte. "Habe ein tolles Mädel gefunden, aber sie hat Angst vor mir und meinem Lebensstil und hat sich stattdessen mit einer normalen Person eingelassen", so Persson.

Anderen Milliardären, die es quasi über Nacht zu Wohlstand gebracht haben, sei es nicht anders ergangen. Persson: "Leute, die plötzlichen Erfolg hatten, erzählen mir, das sei normal und geht vorbei." Für den "Minecraft"-Erfinder, der seit einigen Monaten in einer 70-Millionen-Dollar-Villa in Beverley Hills wohnt, immerhin ein kleiner Trost.

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