Mi, 13. Dezember 2017

Bad sanieren

01.09.2015 16:10

Den Herbst im Wohlfühl-Bad genießen

Angesichts der letzten noch tropisch-heißen Tage fällt es schwer zu glauben, dass der Herbst schon vor der Tür steht. Und damit auch jene nasskalte Zeit, in der wohlig entspannende Schaumbäder hoch im Kurs stehen. Ein wenig Zeit bleibt jedoch noch - und damit auch genügend Spielraum, um das Badezimmer so richtig herbst- und vor allem Wellness-tauglich zu machen.

Regelmäßige Umfragen bestätigen immer wieder: Das Badezimmer ist jener Wohnbereich, mit dem die Meisten so richtig hadern. Zu klein, zu dunkel, zu eng, zu veraltet, sind die dabei die am häufigsten geäußerten Klagen.

Nicht weiter verwunderlich also, dass bei Sanierungs- und Renovierungsvorhaben das Bad mit schöner Regelmäßigkeit einen Spitzenplatz einnimmt. Vergessen sollte dabei jedoch nicht werden, dass die Gestaltung bzw. Erneuerung des Badezimmers zu den anspruchsvollsten Wohnprojekten zählt.

Fehler werden nicht verziehen
Detailliert gelöste Leitungs- und Armaturenfragen sind als Grundlage täglichen Badekomforts ebenso wichtig wie optische Gestaltungsaspekte. Nicht zuletzt nimmt auch die Stauraumfrage in diesem Bereich einen besonders hohen Stellenwert ein.

Dass das "richtige" Licht zum Entspannen und Wohlfühlen nicht fehlen darf, versteht sich von selbst. Kleine oder größere Wellness-Highlights machen aus dem Nassraum erst die Relaxzone. Und last, but not least spielen auch Sicherheitsaspekte eine wichtige Rolle. Eine Menge Anforderungen also, die berücksichtigt und optimal umgesetzt werden müssen.

"Alles nicht so schlimm", so eine vielfach geäußerte Konsumentenmeinung angesichts der modernen Bad-Komplettangebote, die je nach Wunsch auch auf die jeweiligen individuellen Raumgrößen (und das zur Verfügung stehende Budget!) angepasst werden. Stimmt auch im Prinzip. Doch der Teufel steckt, wie so oft, im Detail. Materialfehler, wie z.B. rasch brüchig werdende Dichtungen, rächen sich ebenso rasch wie Planungs- und Verarbeitungsfehler.

Nachträgliche Reparaturarbeiten machen meist das Bad tagelang nicht nutzbar und kosten so eine ganze Menge Zeit, Nerven und natürlich auch Geld.

An umfassender Planung - am besten mit Profi-Beratung - führt daher kein Weg vorbei.

"Negativliste" besser als Wunschplanung
Und wie soll das neue Bad nun aussehen? Hell und stylisch jedenfalls, eine möglichst große Wanne versteht sich von selbst, vielleicht sogar ein Whirlpool - all dies soll im neuen Relaxbereich ebenso wenig fehlen wie ein trendiges Lichtpaneel.

An Wunschvorstellungen mangelt es nicht. Und auch nicht an zahlreichen Inspirationen in Schauräumen oder Magazinen.

Doch Badplanungs-Profis empfehlen, die Sache ganz anders anzugehen. Am besten mit der Erstellung einer "Lästig"-Liste, die festhält, was im bisherigen Badleben am meisten stört: Das können die kalten Kacheln am Boden sein, ein unbequemer oder vielleicht sogar gefährlich-rutschiger Ein- und Ausstieg in und aus der Dusche oder einfach das tägliche "Genervt-sein" über die allzu vielen herumliegenden Dosen, Duschgels, Handtücher und Co.

Anhand einer solchen "Negativ-Liste" lassen sich dann schon einige, sehr wichtige Prioritäten und Vorgaben in Bezug auf das "Badezimmer neu" ableiten.

Tipp: Wohnen mehrere Personen im Haushalt, sollte jedes Mitglied seinen Beitrag zur Liste liefern, damit später am neugestalteten Bad auch wirklich jeder seine ungetrübte Freude hat.

Darauf vergisst man gerne
Angesichts all der vielen Entscheidungen bei einer umfassenden Badzimmer-Sanierung wird häufig auf einen sehr wichtigen Punkt vergessen: Eine gute Be- und Entlüftung. Diese ist im Nassraum allerdings eine unabdingbare Voraussetzung für hygienisches und gesundes Badevergnügen.

Da viele Badezimmer leider über kein Fenster verfügen, ist ein gutes Ventilationssystem angesagt. Auch sollten in erster Linie Materialien eingesetzt werden, die Feuchtigkeit sowohl aufnehmen als auch wieder abgeben können.

Ein ebenfalls sehr häufiger Fehler liegt in einer zu engen Planung. Denn jedes Badobjekt erfordert ausreichend Bewegungsfreiraum, um seiner Funktion entsprechend voll genützt werden zu können. In der täglichen Praxis erweist sich solch ein fehlender Bewegungsspielraum rund um die einzelnen Objekte übrigens als einer der größten Störfaktoren, die den Aufenthalt im Badbereich nicht nur empfindlich beeinträchtigen, sondern darüber hinaus auch so manche Verletzungsgefahr mit sich bringen.

Sparen ja, aber nicht am falschen Platz
Bei der Neuplanung des Badezimmers stößt man nur allzu rasch an Grenzen. In vielen Fällen an räumliche, noch häufiger jedoch an finanzielle. Der Sparstift muss also angesetzt werden. Fragt sich nur noch wo. Ungern werden dabei auf ins Auge gefasste stylische Produkte verzichtet. Da noch lieber selbst Hand anlegen und sich so kräftig Geld sparen - so verlockend der Gedanke auch sein mag, Experten warnen: Badezimmerarbeiten sind überaus anspruchsvoll und erfordern geübtes und äußerst exaktes Arbeiten. Nur tatsächlich sehr routinierte und erfahrene Heimwerker sollten sich daher an Badprojekte wagen. Sämtliche Installationsarbeiten sollten jedenfalls von Profis durchgeführt werden.

Die Fliesen bestimmen zu einem Großteil die Optik des gesamten Bades. Licht- und Raumeindrücke werden durch sie entscheidend mitgeprägt. Hier aus Kostengründen zu langweiligen Billigprodukten greifen, erweist sich als fataler Fehler. Besser also die etwas kostengünstigere Dusche zu wählen, die durch edle Fliesen jedoch kräftig aufgepeppt wird.

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