So, 17. Dezember 2017

Nuke-Festival Graz

30.08.2015 14:27

Mit Amore in den Festival-Olymp

Es war in Graz nicht zu überhören: Das Nuke-Festival feierte am Samstag seinen Einstand in der Murmetropole. Heimische Senkrechtstarter wie Wanda und Bilderbuch und Festival-Lieblinge wie Cro und Seeed sorgten für eine erfolgreiche Premiere – nur die Versorgung mit Getränken funktionierte nicht reibungslos.

"Gleich ziehn’s uns den Stecker, aber scheiß drauf", brüllte Marco Michael Wanda in die Menge bevor er mit seiner Band Wanda eine Zugabe anstimmte und vom Publikum dafür viel Amore erntete. Die Rock-Band der Stunde wurde von den Veranstaltern zwar mit einem viel zu frühen Startplatz bedacht, immerhin schraubten die Strizzis aus Wien die Stimmung beim ersten Nuke Festival in Graz dadurch zu einem sehr frühen Zeitpunkt in ungeahnte Höhen.

Ausgelassenheit im Publikum
Die spätsommerliche Hitze mag ihren Anteil an der frühen Ausgelassenheit des Publikums gehabt haben – mit den T-Shirts verschwanden recht schnell auch die Hemmungen. Doch das Festival war auch einfach erstklassig programmiert: Bilderbuch, neben Wanda die zweite aktuelle Hype-Band aus Österreich, brauste mit ihrer "Maschin" mit Vollkaracho durch die Gehörgänge. Cro, der deutsche Schönwetter-Rapper mit der Pandamaske, zeigte sich als Profi-Entertainer mit unbestechlichem Gespür für den Zeitgeist – als großer Songschreiber wird er nicht in die Geschichtsbücher eingehen.

Ein Moment der Stille
Danach konfrontierte der legendäre Charlie Chaplin die Partymeute für einige Minuten mit der Realität außerhalb des Festivalgeländes: Seine Ansprache aus "Der große Diktator" diente als Appell an die Menschlichkeit in Zeiten erschütternder Flüchtlingsdramen.

In Richtung Festival-Olymp
Behutsam fuhr Parov Stelar mit seiner erstklassigen Band danach die Stimmung wieder hoch. Sein Mix aus Elektro-Swing und House wurde live mit einer ordentlichen Portion Funk gewürzt – sicherlich ein musikalischer Höhepunkt des Nuke. Zum Finale ließen Peter Fox und seine Kollegen keinen Zweifel daran, wer die Götter am deutschsprachigen Festival-Olymp sind. Seeed stampfte einen grandiosen Auftritt in den Grazer Boden und beschloss damit die Festivalpremiere.

Kleine Schönheitsfehler
Kleine Schönheitsfehler (leckere, aber sehr langsame Gastronomie; Probleme bei der Versorgung mit Getränken und Gratis-Wasser) sollten bis zum nächsten Jahr ausgebügelt sein. Dann gastiert das Nuke gleich für zwei Tage in Graz.

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