Fr, 15. Dezember 2017

"Schlimmster Fall"

30.08.2015 17:32

Krisengipfel rund um die Klagenfurter Arena

In der Serie "Kärnten inoffiziell" berichtet "Krone"-Redakteur Fritz Kimeswenger über die aktuellen Entwicklungen rund um das Klagenfurter Wörthersee-Stadion. Ein Krisengipfel soll am kommenden Dienstag das Dilemma um den gesperrten und "illegalen" Oberrang klären.

Beide Örtlichkeiten sind nur durch einige Meter getrennt und es verbindet sie vielleicht bald ein gemeinsames Schicksal: Seebühne und Stadion. Beide wurden mit hochfliegenden Plänen errichtet, beide kosteten viel Steuergeld, beide erwiesen sich bald als hoffnungslos überdimensioniert – und der drohende Rückbau des Stadions erinnert auch frappant an das Los der Seebühne. Große Pläne, große Pleiten...

"Der schlimmste Fall eingetreten"
Landeshauptmann Peter Kaiser, der referatsmäßig nicht für eine Umweltverträglichkeitsprüfung zuständig ist, will retten, was zu retten ist. Am Dienstag sollen alle Zuständigen von Stadt und Land bei ihm zu einem Stadiongipfel aufmarschieren. Kaiser: „Mit dem EU-Urteil und dem Entscheid des Verwaltungsgerichtshofes ist der schlimmste denkbare Fall eingetreten.“

Denn Kaiser kann sich die Verhandlungen mit dem ÖFB über Länderspiele im Zuge der Vorbereitung zur WM-Quali oder zur EM ebenso schenken, wie der WAC das Klagenfurter Stadion als Ausweiche bei großem Besucherandrang. Künftige Freiluftderbys der Eishackler von KAC und VSV sind nach derzeitigem Stand ebenfalls unmöglich. Das alles hängt durch die sich abzeichnende lange Dauer bis zur Entscheidung des Landesverwaltungsgerichtes und den als hartnäckig bekannten Anrainer-Anwalt Franz Unterasinger in der Luft.

Kaiser will daher eine „rasche Lösung mit Hausverstand“. Ob damit irgendwelche Abschlagszahlungen für die sich belästigt fühlenden Anrainer gemeint sein könnten? Der Landeshauptmann antwortet ausweichend, aber nicht verneinend: „Ich strebe eine pragmatische Lösung an.“ Ob „Lärmentschädigungen“ rechtlich zulässig wären und das Urteil des Höchstgerichtes umfahren könnten, ist außerdem unter Juristen fraglich.

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