Di, 21. November 2017

Leichtathletik

30.08.2015 13:49

Jenni Wenth im 5000-m-Finale bei WM auf Platz 15

Jennifer Wenth ist am Sonntag zum Ausklang der Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Finale über 5.000 m in 15:35,46 Minuten über den 15. und letzten Rang nicht hinausgekommen, sie darf mit ihrem Auftreten in Peking aber zufrieden sein. Es ist die beste Platzierung für den Österreichischen Verband bei einer Freiluft-WM seit Rang acht durch Diskuswerfer Gerhard Mayer 2009 in Berlin.

Wenth hatte sich für das Finale einen 12. oder 13. Platz vorgenommen, der Plan ging nicht ganz auf. "Ich habe gemerkt, dass es heute nicht geht. Ich habe versucht, während des Rennens positiv zu bleiben, obwohl ich gesehen habe, dass nichts geht. Ab Kilometer drei war es mühsam" gab die 24-Jährige zu. Zwei 5.000-m-Rennen innerhalb von vier Tagen ist sie nicht gewöhnt. "

Finalteilnahme kam überraschend
"Normalerweise brauche ich nach einem Fünfer eine Woche bis zehn Tage, bis ich wieder halbwegs rennen kann. Schade. Ich habe versucht, die Chance zu nutzen, aber es hat nicht funktioniert. Ich muss aber zufrieden sein. Dass ich ins Finale gekommen bin, war schon eine Überraschung für mich. Und mehr als laufen kann ich nicht." Sie werde künftig in der Wettkampfplanung berücksichtigen, ins Ausland zu fahren und zwei harte harten Rennen innerhalb von vier Tagen zu laufen.

"Denn nächstes Jahr bei Olympia will ich gut sein", betonte Wenth. Sie habe ihren Lebenstraum erfüllt, einmal in ein globales Finale zu kommen. "Nun will ich einmal in die Top acht laufen." Überwältigt war sie von der Stimmung im Vogelnest-Stadion. "Es war so laut, mir haben fast die Ohren wehgetan. Da musste ich einfach mal stehen bleiben und das genießen." Für sie steht am Montag noch der Besuch bei der Chinesischen Mauer auf dem Programm. "Das wird hart mit den Stufen."

Nach Platz elf bei der Freiluft-EM 2014 in Zürich über 5.000 m sowie Rang neun bei der Hallen-EM über 3.000 m heuer in Prag ist Wenth zum dritten Mal in Folge beste ÖLV-Athletin bei einer internationalen Meisterschaft. Wenth musste auf den Durchbruch in der allgemeinen Klasse aber etwas warten. 2010 zeigte sie als U20-WM-Siebente über 3.000 m und Neunte über 1.500 m kräftig auf, wegen Überbelastungen und Verletzungen folgte allerdings eine schwierige Zeit.

Den angepeilten zweiten Titel in Peking verpasst hat die Äthiopierin Genzebe Dibaba, die nach ihrem 1.500-Meter-Erfolg nur Dritte hinter ihren beiden Teamkolleginnen Almaz Ayana und Senbere Teferi wurde. Ayana lief in 14:26,83 Minuten WM-Rekord.

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