Di, 12. Dezember 2017

Nach Thalys-Anschlag

29.08.2015 19:38

Künftig mehr Zugkontrollen sowie Namenstickets

Eine Woche nach dem vereitelten Anschlag in einem Thalys-Schnellzug in Belgien haben sich die am Samstag in Paris versammelten europäischen Innen- und Verkehrsminister auf mehr Kontrollen in Zügen sowie Namenstickets verständigt. Geplant seien demnach multinationale Patrouillen im grenzüberschreitenden Zugverkehr und Namensfahrscheine auf wichtigen internationalen Bahnverbindungen. Zudem sollen die Kontrollen von Passagieren und Gepäck auf größeren Bahnhöfen sowie die Waffengesetze verschärft werden.

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve erklärte, "koordinierte Kontrolloperationen auf ausgewählten Verbindungen" seien "unverzichtbar". Sein deutscher Amtskollege Thomas de Maiziere sagte, der Austausch über "verdächtige Personen" solle intensiviert werden. Die Betreffenden müssten "eher zur offenen als zur verdeckten Fahndung ausgeschrieben werden". Für die bessere Nutzung von Kameras in deutschen Bahnhöfen gebe es bereits einen Investitionsplan.

Das Treffen in Paris wurde einberufen, um nach dem vereitelten Anschlag vom 21. August über Konsequenzen zu beraten. Minister aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, der Schweiz und Spanien nahmen daran teil.

Der 25-jährige Angreifer war mit einer Kalaschnikow, einer Pistole und einem Teppichmesser bewaffnet in dem Schnellzug von Amsterdam nach Paris aufgetaucht. Vor allem durch das beherzte Eingreifen von zwei US-Soldaten, die den mutmaßlichen Islamisten überwältigten, konnte vermutlich ein Blutbad verhindert werden.

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