So, 22. Oktober 2017

Kennzeichen gemerkt

29.08.2015 12:02

Schlepper in Wien dank Augenzeugen gefasst

Dank eines äußerst aufmerksamen Zeugen hat die Wiener Polizei in der Nacht auf Samstag einen Schlepper festnehmen können. Der Anrufer hatte beobachtet, wie der Fahrer 20 bis 30 Flüchtlinge bei der Prater Hauptallee aus dem Transporter steigen ließ und dann davonfuhr. Der Zeuge merkte sich jedoch das Kennzeichen des Fahrzeugs, nur 15 Minuten später klickten für den 35-jährigen Schlepper - ein Serbe - auf der Reichsbrücke die Handschellen.

Der Klein-Lkw mit ungarischem Kennzeichen hielt gegen 2.45 Uhr bei der Prater Hauptallee an. Der Schlepper stieg aus, öffnete die seitliche Schiebetür, woraufhin 20 bis 30 Flüchtlinge aus dem Wagen stiegen. Das Treiben blieb jedoch einem Zeugen nicht verborgen, der daraufhin sofort die Polizei alarmierte und das Kennzeichen durchgab.

Fluchtversuche scheiterten
Eine Fahndung nach dem Fahrzeug wurde eingeleitet, eine Funkstreife konnte nur Minuten später den Transporter an der Kreuzung Lassallestraße/Vorgartenstraße ausfindig machen und nahm die Verfolgung auf. Zwar versuchte der Lenker des Schlepperfahrzeugs mehrmals, das Polizeiauto abzuschütteln, doch sämtliche Versuche scheiterten.

Auf der Reichsbrücke bei der Ausfahrt Handelskai konnten die Beamten den Klein-Lkw schließlich stoppen. Der 35-Jährige wurde festgenommen, das Fahrzeug sichergestellt. Über den Verbleib der bis zu 30 Flüchtlinge ist bislang allerdings nichts bekannt. "Von ihnen fehlte bereits jede Spur", so Polizeisprecher Thomas Keiblinger gegenüber krone.at.

Sieben Festnahmen in 16 Stunden
Bereits am Donnerstag hatte die Wiener Polizei binnen nur 16 Stunden sieben mutmaßliche Schlepper festgenommen, die insgesamt 45 Menschen nach Österreich gebracht hatten. In einem Fall kam es ebenfalls zu einer Verfolgungsjagd auf der A4. Die Beamten gaben dabei Schreckschüsse ab, ehe sie den flüchtenden Fahrzeuglenker zu fassen bekamen.

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