Sa, 16. Dezember 2017

ar[:s:]onore:

29.08.2015 09:28

Julia Stemberger gastiert für eine Lesung in Graz

Mit 19 sorgte sie in ihrem Filmdebüt für "Herzklopfen", erlebte einen kometenhaften Aufstieg auf Bühne und im TV. Heute mag sie’s etwas ruhiger, arbeitet aber "nicht wesentlich weniger", wie sie selbst sagt. Schauspielerin Julia Stemberger ist nächste Woche auf Schloss Eggenberg beim Musikfestival ar[:s:]onore zu Gast.

Aufgewachsen ist die Wienerin in einem Künstlerhaushalt. Die Mutter, Christa Schwertsik, Schauspielerin, der Stiefvater, Kurt Schwertsik, Komponist. Obwohl Kinder bekanntlich zur Rebellion neigen, hat es Julia Stemberger schließlich auch zur Kunst, in ihrem Fall zur Schauspielerei gezogen. Vom Elternhaus erfuhr sie viel Unterstützung. "Es war eine der vielen, tollen Qualitäten bei uns zuhause, wir sind immer ermuntert worden, unser Glück zu suchen. Und im besten Fall findet man ja in einem Beruf das Glück, einem Beruf, wo es nicht mehr ums Geldverdienen gehen muss."

Desdemona in legendärer "Othello"-Inszenierung
Bei Julia Stemberger ging es vor allem schnell mit der Karriere. Mit 19 kam der Durchbruch in Walter Bannerts Liebesfilm "Herzklopfen", es folgten Auftritte im TV, und die Bühnenweihen: Salzburger Festspiele, Wiener Burgtheater, die Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Jürgen Flimm, Peter Zadek, Peter Stein und nicht zuletzt mit dem Titanen George Tabori, in dessen legendärer "Othello"-Inszenierung sie die Desdemona spielte – mehr kann man am Theater nicht erreichen.

Ob eine schnelle Karriere für einen Menschen nicht ungesund ist? Julia Stemberger: "Ich war schon gefährdet, das kann schon zu einem Bleigewicht werden." Mit Erfolg müsse man umgehen lernen: "Ich hab’ eine Freude daran, aber ich bilde mir nichts darauf ein. Man macht seine Sachen halt so gut man sie kann."

Pausen bewusster gestalten
Sie arbeite heute nicht wesentlich weniger, gestalte aber die Pausen bewusster. Im letzten Urlaub hat sie dennoch Arbeit mitgenommen: Den Text "Wächter der Nacht" von Colette, den sie in Graz vortragen wird. "Es ist ein Text über eine Frau in meinem Alter, die mit viel Liebe und Nachsicht auf ihren Nachwuchs schaut. Der Text liegt mir sehr." Stemberger liebt es, Lesungen zu machen, es sei „spannend und schön“ ein Solo zu gestalten, und: "Es schult mich sehr". Sich über Wochen mit einem Text auseinandersetzen zu dürfen, sei ein Vergnügen, das sie kürzlich wieder bei einem Werk von Joseph Roth erfahren hat.

In Graz liest sie "Wächter der Nacht" bei einem Kammerkonzert, bei dem Starpianist Markus Schirmer mit Musikerfreunden Stücke von Ravel, Leclair, Fauré und Milhaud spielen wird. Am 4. September auf Schloss Eggenberg.

Karten und Infos unter www.arsonore.at

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