Fr, 15. Dezember 2017

Verwirrung in China

27.08.2015 13:42

Bank nennt sich "zufällig" auch Goldman Sachs

Goldman Sachs ist nicht gleich Goldman Sachs. In China wehrt sich nämlich ein Finanzinstitut gegen Vorwürfe, den Namen des US-Investmentriesen kopiert zu haben. Dabei nutzt Goldman Sachs Financial Leasing Co. aus dem chinesischen Shenzhen auf Mandarin dieselben Schriftzeichen, wie sie auch die in New York ansässige Goldman Sachs Group Inc. in der Volksrepublik verwendet. Aus der Zentrale in Shenzhen wird beteuert: "Wir haben den Namen zufällig ausgewählt."

"Es ist nicht absichtlich derselbe", sagte eine Mitarbeiterin der chinesischen Variante am Donnerstag telefonisch der Nachrichtenagentur AFP. Das Finanzinstitut habe mit der US-Bank Goldman Sachs nichts zu tun.

Eine Sprecherin der US-Investmentbank Goldman Sachs sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg in Hongkong, mit der bereits seit 2013 tätigen chinesischen Bank in keiner Verbindung zu stehen. Die Angelegenheit werde überprüft. Laut Bloomberg wurde die Existenz der chinesischen Bank bekannt, nachdem sich eine US-Gewerkschaft für Casino-Mitarbeiter an die Antikorruptionsbehörden in China gewandt und eine Untersuchung angeregt hatten.

Kopierwut in China
In China werden Geschäftsideen und Produkte regelmäßig kopiert. Erst vor kurzem war ein 39-Jähriger im Osten des Landes verhaftet worden, der die Gründung einer Filiale der China Construction Bank vorgetäuscht hatte. Medienberichten zufolge verfügte er selbst über Kassenschalter und entsprechende Schilder. Kunden konnten demnach bei ihm Einzahlungen vornehmen, Auszahlungen seien jedoch verweigert worden.

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