Do, 23. November 2017

Provokante Sager

26.08.2015 11:09

Christoph Hagen ist Team-Stronach-Generalsekretär

Der Nationalratsabgeordnete Christoph Hagen ist neuer Generalsekretär des Team Stronach. Dies gab Klubchef Robert Lugar am Mittwoch in einer Pressekonferenz bekannt. Die Position war zuletzt fast ein Jahr lang vakant gewesen. Die nunmehrige Entscheidung kam laut Lugar und Hagen vom Parteigründer Frank Stronach selbst.

Hagen soll sich als Generalsekretär nicht nur um die Kommunikation nach außen, sondern auch um die Koordination zwischen der Bundespartei und den Ländern kümmern. "Es ist eine große Herausforderung, aber ich bin es gewohnt, Herausforderungen anzunehmen", erklärte der 46-jährige Abgeordnete, der ein "Bindeglied" sein möchte. Der Vorarlberger ist übrigens kein offizielles Parteimitglied, sondern nur Klubmitglied.

Von der FPÖ über das BZÖ zum Team Stronach
"Ich weiß, wie das Geschäft läuft", sei er doch seit über 20 Jahren in der Politik, gab sich Hagen gewohnt selbstbewusst. Nicht nur durchlief er verschiedene Stationen von der Kommunalpolitik bis in den Nationalrat, er lernte dabei auch verschiedene Parteien kennen, ist er doch eines der Chamäleons in der heimischen Politik: Für die FPÖ saß er etwa von 1999 bis 2004 im Bundesrat, ehe er zwischen 2008 und 2012 das BZÖ im Nationalrat vertrat. Im Oktober 2012 wechselte Hagen dann zum Team Stronach.

Homo-Adoptionsrecht und die Sexualität der Schnecken
Zuletzt war Hagen mit provokanten Sprüchen in der Tagespolitik aufgefallen, etwa mit der Forderung nach Armenhäusern für Mindestsicherungsbezieher. Zudem begründete er vor wenigen Tagen in einem Zeitungsinterview seine Ablehnung der Gleichstellung Homosexueller und das Adoptionsrecht mit Schnecken: "Ich bin da eher vom alten Schlag. Es gibt einen Grund, warum nur Mann und Frau ein Kind zeugen. Sonst wären wir wie Schnecken, da geht es bei beiden."

Song Contest: "Als Heterosexueller fast diskriminiert"
Auch im Zuge des Song Contest polarisierte Hagen und meinte, er wäre sich während des "Hypes" rund um das Mega-Event "als Heterosexueller fast diskriminert vorgekommen". "Viele Leute haben sich nicht benommen. Man hat gemeint, ganz Österreich ist schwul. Ich bin froh, dass jetzt wieder Normalität eingekehrt ist", so Hagen nach dem Finale des Musikwettbewerbs.

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