Do, 14. Dezember 2017

Forderung aus Graz:

25.08.2015 14:48

Kiffer sofort bestrafen!

Dass Kiffen und vor allem das Dealen mit Haschisch bzw. Marihuana im Grunde illegal sind, merkt man in Graz nicht. Hier wird ungeniert geraucht und gedealt. Dem Grazer VP-Bürgermeister Siegfried Nagl und der Grazer Polizei reicht es: Kiffen, so fordern sie, soll künftig sofort mit einer Geldstrafe geahndet werden.

"Täglich rufen bei mir besorgte und zu Recht zornige Grazer an, die sagen, dass wir endlich etwas gegen die Dealer in unseren Parks und Straßen machen sollen", so Nagl. Das Problem sei: "Schon die jetzige Rechtslage schützt eher die Dealer, als dass sie der Polizei eine Handhabe geben würde. Mit dem neuen Bundesgesetz, das bald beschlossen werden und 2016 gelten soll, wird die Situation noch schlimmer. Cannabis wird quasi legalisiert."

Gesetz ein Pfusch

Nagl und der Grazer Kripo-Chef Werner Jud halten das geplante Gesetz für einen Pfusch. Zugespitzt zusammengefasst: Künftig sollen sich die Gesundheitsämter in den Gemeinden mit Konsumenten und Klein-Dealern herum schlagen, nicht mehr die Staatsanwaltschaft. Nagl: "Das bringt überhaupt nichts. Nur einen teuren Mehraufwand an Bürokratie."

100 Euro Strafe

Er und Jud fordern, dass bei Cannabis- bzw. Marihuanabesitz (und Weitergabe) sofort Verwaltungsstrafen möglich sind. Nagl denkt an 100 Euro. Derzeit ist das Kiffen ein Fall für das Strafgesetzbuch – und die Dealer kennen sich aus, haben meist nur geringe Mengen bei sich. Nagl und Jud glauben, dass sofortige Strafen abschrecken.

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