Mi, 13. Dezember 2017

"Wolfsgruß" im Video

25.08.2015 14:16

Wäschemodel Lima grüßt türkische Rechtsextreme

"Denn sie wissen nicht, was sie tun": Der Titel des Filmklassikers mit James Dean trifft es im Fall von Model Adriana Lima auf den Punkt. Wie ein YouTube-Video zeigt, schickte die 34-Jährige auf Bitten eines Fans eine Grußbotschaft an die rechtsextremistischen türkischen Grauen Wölfe. Inklusive Handzeichen und Geheule. Das Management der "Victoria's Secret"-Schönheit spricht von einem "Missbrauch des guten Willens".

Das Video zeigt, wie Lima ein Handzeichen macht, das den Grauen Wölfen als Gruß dient. Dazu heult das Unterwäschemodel und ruft das türkische Wort "Bozkurtlar" (Graue Wölfe). Allerdings dürfte die 34-Jährige nicht gewusst haben, was sie da tut. Zwar äußerte sich Lima selbst bislang nicht zu dem Video, ihrem Management zufolge habe aber ein türkischer Boxer, der Limas Fitnessstudio in Miami besucht hatte, sie um das Video gebeten und es aufnehmen lassen.

Lima-Sprecher: "Missbrauch des guten Willens"
"Er sagte ihr, dass es sich um das Handzeichen und den Gruß seines örtlichen Fitnessstudios in der Türkei handle", zitierte die britische "Daily Mail" den Sprecher des "Victoria's Secret"-Models. Der Sprecher nannte den Vorfall demnach "einen Missbrauch des guten Willens des Models". Weder habe sie gewusst, was sie da sage, noch damit gerechnet, dass das Video jemals veröffentlicht werden würde - eine eher fadenscheinige Entschuldigung, müssen doch Personen des öffentlichen Lebens stets damit rechnen, dass Filmaufnahmen im Internet auftauchen.

Graue Wölfe ist die Bezeichnung für Mitglieder der rechtsextremen türkischen Partei der Nationalistischen Bewegung. Sie wurden in der Vergangenheit immer wieder mit zahlreichen Gewaltverbrechen in Verbindung gebracht, darunter auch das Attentat auf Papst Johannes Paul II. Mehmet Ali Agca, der zum Umfeld der Grauen Wölfe gehörte, hatte Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 während einer Audienz auf dem Petersplatz in Rom mit mehreren Schüssen lebensgefährlich verletzt. Das 2005 verstorbene Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche besuchte Agca später im Gefängnis und verzieh ihm.

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