Di, 12. Dezember 2017

In EU herumgereist

24.08.2015 21:25

Thalys-Schütze lebte auch kurz in Österreich

Laut der französischen Anwältin Sophie David, die den aus Marokko stammenden Schützen aus dem Thalys-Zug vertritt, hat sich der Verdächtige Ayoub El Khazzani vorübergehend auch in Österreich aufgehalten. Er besitzt demnach eine gültige Aufenthaltserlaubnis für die Schengenzone. Warum er durch diese Länder gereist sei und was er dort getan habe, habe er nicht verraten.

Nach Angaben von "Spiegel Online" berichtete David, El Khazzani habe ihr erzählt, er sei in den vergangenen sechs Monaten zwischen Spanien, Belgien, Deutschland und Österreich herumgereist und habe sich auch kurzzeitig in Frankreich und Andorra aufgehalten.

Über zweieinhalb Stunden befragt
David hatte den Marokkaner mehr als zweieinhalb Stunden lang befragt und vorübergehend rechtlich beraten. Sie stellte ihn als bewaffneten Räuber dar, der die Zugpassagiere bestehlen wollte. Er sei "wenig gebildet", aber "kein Analphabet", "verloren" - "jemand, der nicht ausreichend zu essen hat". Den Kontakt zu seinen Eltern und vier Geschwistern habe er vor einem Jahr abgebrochen, bestätigte auch sein Vater.

Der Verdächtige spricht kein Französisch, nur Arabisch und Spanisch. Er hatte am Freitag im Thalys-Hochgeschwindigkeitszug zwischen Brüssel und Paris nach Angaben des französischen Innenministeriums mehrere Schüsse abgegeben. Fahrgäste, darunter zwei US-Soldaten, überwältigten ihn. Der Mann bestritt in seinen ersten Vernehmungen Terrorabsichten.

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