Do, 23. November 2017

LA-WM in Peking

24.08.2015 16:05

Fraser-Pryce verteidigt WM-Titel über 100 Meter

Shelly-Ann Fraser-Pryce hat ihren WM-Titel über 100 Meter erfolgreich verteidigt. Die Jamaikanerin gewann am Montagabend bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking in 10,76 Sekunden vor der Niederländerin Dafne Schippers (10,81/Landesrekord) und der US-Amerikanerin Tori Bowie (10,86). Für Fraser-Pryce war es der dritte WM-Titel im Kurzsprint nach 2009 und 2013. Stabhochspringer Renaud Lavillenie verpasste indes erneut sein erstes WM-Gold.

Fraser-Pryce, die vor zwei Jahren in Moskau das Sprint-Double erreicht hatte, in Peking die 200 Meter aber nicht bestreiten wird, zeigte sich nach dem Finale "stolz", ihrer Sammlung einen weiteren Titel hinzugefügt zu haben. "Jede Meisterschaft ist anders, ich bin wirklich begeistert", meinte die zweifache Olympiasiegerin. Die ehemalige Mehrkämpferin Schippers ist die erste Europäerin seit Bronze der Französin Christine Arron 2005, die wieder eine WM-Medaille über 100 Meter gewinnen konnte. "Das ist gut für das Land und gut für Europa", sagte die 23-Jährige.

Lavillenie: "Weiß nicht, was falsch gelaufen ist"
Shawnacy Barber jubelte wiederum über Stabhochsprung-Gold. Der 21-jährige Kanadier überquerte die 5,90 Meter im ersten Versuch und siegte vor Titelverteidiger Raphael Holzdeppe (GER/5,90). Renaud Lavillenie hingegen stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, blieb dem Weltrekordler aus Frankreich doch abermals der WM-Titel verwehrt. Lavillenie, der bei Sommerspielen (2012), Freiluft-EMs und mehrfach in der Halle bereits erfolgreich zugeschlagen hatte, riss bei 5,90 Meter dreimal.

Bei Weltmeisterschaften kam Lavillenie 2009 und 2011 auf den Bronze-Rang, 2013 wurde es Silber und nun 2015 ex aequo mit den beiden Polen Pawel Wojciechowski und Piotr Lisek erneut Bronze. "Ich war in einer guten Form und weiß nicht, was falsch gelaufen ist. Ich kann meine Enttäuschung nicht verbergen. Das ist Stabhochsprung, du weißt es vorher nie", meinte Lavillenie.

Ibargüen triumphiert im Frauen-Dreisprung
Im Frauen-Dreisprung holte hinter Goldmedaillen-Gewinnerin Carterine Ibargüen aus Kolumbien ("Ich liebe Dreisprung!"), die ihren Titel mit 14,90 Metern erfolgreich verteidigte, Hanna Knyazyeva-Minenko mit Silber die erste Medaille für Israels Frauen überhaupt (14,78). Bei Olympia in London war sie noch für ihr Geburtsland Ukraine Vierte geworden.

10.000 Meter der Damen gehen an Cheruiyot
Über 10.000 Meter war in Abwesenheit von Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Tirunesh Dibaba aus Äthiopien (Babypause) der Weg frei für die Kenianerin Vivian Cheruiyot, die in 31:41,31 Minuten vor der Äthiopierin Gelete Burka (31:41,77) und der US-Amerikanerin Emily Infeld (31:43,49) siegte und ihren zweiten Titel nach 2011 holte. "Das ist nun viel wertvoller für mich, weil ich vor einem Jahr Mutter geworden bin. Diese Medaille widme ich meinem Sohn", erklärte Cheruiyot.

Im 3.000-Meter-Hindernisrennen feierte Kenia einen Vierfach-Sieg durch Ezekiel Kemboi (8:11,28 Minuten), Conseslus Kipruto (8:12,38), Brimin Kiprop Kipruto (8:12,54) und Jairus Kipchoge Birech (8:12,62). "Das ist mein vierter WM-Titel in Folge, ich bin so glücklich darüber. Auf der letzten Runde konnte mir niemand mehr folgen", meinte Kemboi.

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