Mo, 11. Dezember 2017

Droht Briten

23.08.2015 12:38

"Jihadi John" zeigt sich erstmals ohne Maske

Mohammed Emwazi alias "Jihadi John", der mit zahlreichen IS-Hinrichtungsvideos schaurige Berühmtheit erlangte, hat sich nun offenbar erstmals unmaskiert gezeigt. Die britische "Daily Mail" hat am Samstag auf ihrer Website ein ihr exklusiv vorliegendes Video veröffentlicht. In diesem soll der unmaskierte Emwazi drohen, wieder nach Großbritannien zurückzukehren und alle "Ungläubigen" zu enthaupten.

Das Video soll dem Medienbericht zufolge vor rund zwei Monaten im syrischen Deir ez-Zor entstanden sein. Emwazi trägt einen dunklen Kapuzenpullover und eine Haube, im Hintergrund ist ein Lastwagen mit einem Luftabwehrgeschütz zu sehen. Die britische Zeitung will über Mittelsmänner aus den Reihen der Freien Syrischen Armee in den Besitz des Videos, das mit einem Smartphone gemacht worden sein dürfte, gelangt sein.

Zwar ist die kurze Aufnahme ohne Ton, doch die "Daily Mail" verfügt laut eigenen Angaben auch über eine separat geschickte Tonspur, in der der IS-Henker allen "Ungläubigen" in Großbritannien droht: "Ich werde zurückkommen und weitere Köpfe abhacken. Ich werde die Kuffar (Ungläubigen) töten."

Zwei japanische Geiseln als letzte bekannte Opfer
"Jihadi John" war in Videos der IS-Miliz aufgetreten, als westliche Geiseln enthauptet wurden. Er hatte stets ein Messer in der Hand und war vermummt, sein britischer Akzent hatte jedoch auf seine Herkunft aus London hingewiesen. Als seine letzten beiden bekannten Opfer gelten die Japaner Haruna Yukawa und Kenji Goto. Nachdem Emwazis wahre Identität bekannt wurde, tauchten keine Videos mehr mit ihm auf. "Jihadi John" war jahrelang auf dem Radar des britischen Geheimdienstes gewesen, dennoch gelang ihm die Ausreise nach Syrien und er konnte zu den Terroristen stoßen.

Seit Februar tauchten immer wieder Gerüchte auf, wonach der gebürtige Kuwaiter bereits tot sei. Andere Quellen widersprachen dieser Version und meinten, er sei in Libyen untergetaucht und auf der Flucht vor seinen eigenen Leuten.

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