Mo, 18. Dezember 2017

Nach Erstürmung 2011

23.08.2015 12:54

Britische Botschaft im Iran wiedereröffnet

Rund vier Jahre nach der Erstürmung der britischen Botschaft in Teheran durch iranische Demonstranten ist die diplomatische Vertretung am Sonntag wiedereröffnet worden. Großbritanniens Außenminister Philip Hammond leitete höchstpersönlich die kurze Eröffnungszeremonie. Auch die iranische Botschaft in London wurde wenige Stunden später wiedereröffnet.

"Unsere Beziehungen haben sich seit 2011 verbessert", erklärte Hammond. Die Wahl des iranischen Präsidenten Hassan Rohani im Juni 2013 und die Einigung im Atomkonflikt vor einem Monat seien "wichtige Meilensteine".

Iranische Botschaft in London ebenfalls reaktiviert
Die Botschaft wird zunächst vom britischen Geschäftsträger Ajay Sharma geleitet. Er war bereits im November 2013 als Geschäftsträger ernannt worden, arbeitete aber nicht dauerhaft in Teheran. Demnächst soll ein britischer Botschafter ernannt werden. Am Nachmittag wurde auch die iranische Botschaft in London wiedereröffnet.

Die britische Botschaft in Teheran war im November 2011 geschlossen worden, nachdem sie von islamistischen Demonstranten aus Wut über die Sanktionen gegen den Iran gestürmt worden war. Die Protestierenden rissen die britische Flagge herunter, zerstörten Bilder von Queen Elizabeth II., beschädigten Inventar und steckten Dokumente in Brand. Der Angriff wurde damals international scharf verurteilt.

Andrang westlicher Politiker seit Atom-Deal groß
Seit der Einigung im Atomstreit Mitte Juli sind auch andere ranghohe westliche Politiker bereits in den Iran gereist, darunter Deutschlands Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und der französische Außenminister Laurent Fabius. Bundespräsident Heinz Fischer wird am 7. September als erstes Staatsoberhaupt eines EU-Landes dem Iran einen Besuch abstatten.

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