So, 22. Oktober 2017

IMAS-Umfrage

22.08.2015 16:54

„Die drei“ Kopf an Kopf, Stronach, NEOS zerbröseln

Dreikampf mit immer wieder wechselnder Führung zwischen SPÖ, ÖVP und FPÖ an der Spitze, auf niedrigem Niveau stagnierende Grüne und zwei Kleinparteien, die am Zerbröseln sind: Das ergab eine aktuelle Umfrage des parteiunabhängigen IMAS-Instituts. SPÖ und ÖVP haben damit die FPÖ wieder eingeholt.

Noch vor einem Monat lagen ebenfalls in einer IMAS-Umfrage die Freiheitlichen nämlich ziemlich klar voran und marschierten in Richtung 30-Prozent-Marke. Dieser Aufschwung scheint vorläufig gestoppt, Rot, Schwarz und Blau liegen mit 25 bis 27% Kopf an Kopf voran.

Dann kommt lange nichts, denn die Grünen stagnieren bei 12 bis 14 Prozent – von 15% und mehr (davon träumt Grünenchefin Eva Glawischnig) kann derzeit keine Rede sein.

Kleinparteien aus der Mode gekommen
Nach diversen Höhenflügen von BZÖ, Stronach, NEOS und anderen Kleinparteien scheinen diese wie Sternschnuppen zu verglühen. Das Team Stronach ist mit 1 bis 3% politisch praktisch für immer erledigt. Die NEOS sind auf dem besten Weg, es dem BZÖ und der Stronachtruppe nachzumachen. Mit 4 bis 6% Wähleranteil liegen die NEOS bundesweit an einer politischen Absturzstelle. In Wien, wo man 5% der Wählerstimmen benötigt, um in den Gemeinderat einziehen zu können, stehen die Chancen für die NEOS wenig bis gar nicht gut.

Treffsicherheit von IMAS weitaus genauer
Nachbemerkung zur Treffsicherheit von Umfragen: IMAS stützt sich bei seinen Tests auf ein sogenanntes 1000er-Sample. Das heißt aus dem Umfragechinesisch übersetzt, die Fehlerquelle beträgt plus/minus zwei Prozent. Andere Umfragen, in denen etwa Heinz-Christian Strache schon bei 30% und mehr liegt, basieren lediglich auf einem 400er-Sample.  Das heißt, die Treffgenauigkeit ist weitaus schlechter, die Fehlerquelle liegt bei plus/minus 5%.

Kommentar von Peter Gnam: Abrechnung
Heftig diskutiert wird derzeit in Polit-Zirkeln, welche Umfragen wirklich ein einigermaßen genaues Bild der Stärke der Parlamentsparteien ausweisen.

Dass die FPÖ unter H-C. Strache vorne dabei ist, bezweifelt niemand. Wie weit vorne, kann aber nicht genau gesagt werden. Das reicht von Kopf an Kopf bis zu einem Vorsprung von fünf Prozent und sogar mehr. Das wundert nicht, denn die Flüchtlingsproblematik erschüttert ganz Europa und macht den Menschen Angst.

Darum suchen sie Zuflucht bei jenen, die einfache Rezepte anbieten wie Grenzen zu, Asyltrickser raus, Polizei und Heer verstärken. Das geht nicht von heute auf morgen, der ganze Kontinent ist durch den Flüchtlings-Tsunami auf dem falschen Fuß erwischt worden.

Ob Rechtsparteien wie die FPÖ davon profitieren, wird man sehen. Am Wahltag erfolgt die Abrechnung.

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