Mo, 23. Oktober 2017

Nach vielen Unfällen

21.08.2015 16:38

Hubschrauber machen Jagd auf Schlepperbanden

Sondereinsatz für die 16 Polizeihubschrauber: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner lässt sie jetzt zur Jagd auf die Schlepperbanden aufsteigen. Die Zahl der illegalen Flüchtlingstransporte explodiert - und in nur einem Monat ereigneten sich zehn schwere Verkehrsunfälle mit Schlepperfahrzeugen.

Erneut ist Freitagfrüh ein Menschenhändler mit seinem Klein-Lkw auf der Westautobahn bei Amstetten verunglückt, von den 24 Flüchtlingen an Bord wurden mehrere schwer verletzt.

"Es ist leider ein Faktum, dass die Zahl dieser Transporte stark zunimmt. Alleine im Juli fasste unsere Polizei 90 Schlepper und griff 5400 illegal eingereiste Personen auf", hält Innenministerin Johanna Mikl-Leitner die Sorgen der Österreicher für "absolut berechtigt". Deshalb startet die Exekutive jetzt eine Großoffensive gegen die Menschenhändler-Mafia. Der "Krone" schilderte die Ministerin jetzt die wichtigsten Punkte dieser Schwerpunktaktion:

  • Ab sofort werden die 16 Polizeihubschrauber der Typen "Eurocopter" und "Jet Ranger Bell 206 B" gezielt Jagd auf die typischen Schlepperfahrzeuge machen und auch die Bahntrassen an der Ost- und Südgrenze abfliegen. Ein Experte: "Die Besatzungen melden die verdächtigen Fahrzeuge sofort den Kollegen am Boden, bei Unfällen der Schlepper kann noch schneller über Verkehrsfunk gewarnt werden."
  • Gleichzeitig werden die Streifen der Autobahnpolizei verstärkt. Innenministerin Mikl-Leitner: "Die Landesverkehrsabteilungen stellen dafür zusätzliche Kollegen ab." Die Polizeipräsenz auf den Durchzugsrouten soll damit massiv gesteigert werden.
  • Außerdem wird die Zusammenarbeit mit der Exekutive in Ungarn und Italien weiter ausgebaut.

Auf einen Einsatz von Drohnen zur Grenzüberwachung wird noch verzichtet - "zu teuer, zu personalintensiv", argumentieren die Experten im Innenministerium. Die Schweiz setzt Spezial-Drohnen bereits an ihrer grünen Grenze ein.

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